Machen wir Kunden die Wasserburger Geschäfte kaputt?

Innkaufhaus-Ende: Das sagt der Wirtschaftsreferent dazu

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Es gehörte zu Wasserburg und fällt im Dezember aus der Liste der Geschäfte in der Stadt: Am 17. Dezember 2016 schließt das Innkaufhaus.
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Wasserburg - Der Vorsitzende des Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV), Moritz Hasselt nennt es "ein Erdbeben im Wasserburger Einzelhandel". Der Wegfall des Innkaufhauses in der Ledererzeile im Dezember 2016 wird seit Bekanntwerden diskutiert. Was sagt der Wirtschaftsreferent der Stadt Wasserburg?

Das Innkaufhaus schließt Mitte Dezember 2016 seine Ladentüre. Für mehr als 40 Mitarbeiter endet dann das Arbeitsverhältnis.

Viele im Innkaufhaus-Team arbeiten bereits seit langen Jahren in dem Geschäft auf vier Etagen. In einer Betriebsversammlung hatte Moana Bolfeta ihrem Team Bescheid gegeben, jeder hat seine Kündigung erhalten. Aktuell wird nach einem möglichen Investor gesucht.

Der Internethandel mache es schwer, im Einzelhandel noch bestehen zu können, heißt es von Bolfeta. Das Kaufverhalten der Kunden habe sich in den letzten Jahren verändert.

In den vergangen Monaten kamen Geschäfte im Stadtgebiet von Wasserburg hinzu, etliche jedoch haben geschlossen.

Stadtrat Oliver Winter ist Wirtschaftsreferent der Stadt Wasserburg. Auf Nachfrage von wasserburg24.de erklärte er: "Selbstverständlich bedauere ich die Entscheidung, das Innkaufhaus zu schließen - wie im Übrigen den Verlust alteingesessener Geschäfte in der Vergangenheit und in absehbarer Zukunft", so Winter.

Oliver Winter ist Wirtschaftsreferent der Stadt Wasserburg.

Es gebe vielfältige Gründe, die dazu führen und auf die keiner Einfluss habe, etwa Krankheit, Alter, keine Nachkommen bzw. -folger. "Aber eines habe ich noch nicht gehört: Schließung wegen Reichtum! Daher haben wir Kunden es durch unser Einkaufsverhalten in der Hand, weitere Geschäftsaufgaben zumindest zu verzögern", gibt der Wirtschaftsrefernet der Stadt Wasserburg  zu bedenken.

Die Politik habe hier nur geringe Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten", findet Winter. "Ich als Wirtschaftsreferent habe mich schon immer für den Erhalt von kostenlosen Parkplätzen und gegen die Konkurrenz auf der sogenannten "Grünen Wiese" eingesetzt und werde dies auch weiterhin tun", heißt es von Winter abschließend.

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