Zufriedene Gesichter

Obst- und Gartenbauverein mit positivem Rückblick

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Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Wasserburg zeigten sich vom Jahr 2015 im OVG angetan.

Wasserburg - Wieder einmal gut besucht war die diesjährige Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Wasserburg e. V. in den Paulanerstuben.

Besonders erfreulich: Vorstand Stephan Hammermüller, seit dem Frühjahr neu im Amt, konnte nur Positives berichten und auf eine erfolgreiche Vereinssaison zurückblicken. Kreisfachberater Josef Stein rundete den Abend mit einem interessanten Referat über Obstkrankheiten und deren Bekämpfung ab. „Gott sei Dank kann er wieder draußen werkeln und bringt mir ned weiter das ganze Haus durcheinander!“ Den fiktiven hausfraulichen Erleichterungsseufzer, vornehmlich im April eines jeden Jahres zu hören, nahm Hammermüller zum Anlass, die umfangreichen Gartler-Arbeiten in diesem Jahr aufzuzählen. Vor allem durch die Hitze und Trockenperioden des Sommers sei hier teilweise besondere Aufmerksamkeit erforderlich gewesen. Vor allem die daraus resultierenden geringeren Ernteerträge, die auch wieder für die Durchführung eines Obstmarktes vor Ort nicht ausgereicht hätten, bedauerte er. Besonders freute sich der neue Vorstand aber auch über die rege Teilnahme an diversen Fahrten und Unternehmungen außerhalb der eigenen Gärten während des vergangenen Vereinsjahres. Dafür sagte er allen fleißigen Helfern, Organisatoren und Unterstützern auch ein herzliches Dankeschön und wies bereits auf die kommenden Aktivitäten 2016 hin. Demnächst steht zum Beispiel das Pflanzen neuer Bäume auf der Streuobstwiese an.

Kreisfachberater Stein passte da mit seinem Referat über Obstbaumkrankheiten bestens.

Besonderen Wert legte dieser in seinem Vortrag auf natürliche Bekämpfung und am besten gleich die Verhinderung der Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen. Problem zum einen sei es, dabei Gift zu vermeiden, zum anderen gäbe es fast keine für den Kleingarten zugelassenen Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen mehr.

Das Augenmerk deshalb schon vorbeugend auf ‚ruhige Bäume‘ mit schwachem Neutrieb zu legen und Wassertriebe zu vermeiden, hieße es.

Das erhöhe generell die Widerstandskraft. Weißeln der Stämme, helfe zudem als Unterstützung gegen Winterfrost, weil die Sonnenstrahlen reflektiert würden. Luftige Standorte wählen, damit die Krone schnell trocknet und sich Pilzkrankheiten nicht so leicht ausbreiten empfahl Stein ebenfalls zur Vorbeugung von Schäden.

Bei Krankheiten wie ‚Scharka‘, einer Viruserkrankung vornehmlich bei Aprikose und Zwetschge, sei im Grunde der Baum aber nicht mehr zu retten. Kirschessigfliege, Kirschfruchtfliege, Obstmaden könne man ja noch in den Griff bekommen, keine Chance sah er dagegen beim Pflaumenwickler.

Der Pilzkrankheit ‚Monilia‘, die an vielen Obstbäumen zu beobachten sei, könne man durch Ernten und Entsorgen der Früchte sowie gutem Rückschnitt und Entfernen befallener Zweige beikommen, empfahl der Gartenfachmann. Als besonderen Tipp gab Stein den Wasserburger Gartlern mit, auf eine ausreichende Menge Kali im Boden zu achten. Den möglichen Mangel an diesem Mineralstoff könne man durch Bodenproben herausfinden. Im Frühjahr bestehe dazu wieder Gelegenheit über das Landratsamt.

Karlheinz Rieger

Quelle: rosenheim24.de

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