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Der jüngste Preisträger ist gerade mal 14 Jahre alt

Die Meister des Kulturlebens: „Oskars der Region“ in Wasserburg vergeben

Wahre Könner sind alle Geehrten bei der Verleihung der „Oskars der Region“ durch den Landkreis Rosenheim.
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Wahre Könner sind alle Geehrten bei der Verleihung der „Oskars der Region“ durch den Landkreis Rosenheim.

Der jüngste ausgezeichnete Künstler des Abends war gerade mal 14 Jahre alt – und bewies im Rahmen der Preisverleihung eindrucksvoll, dass schon früh außergewöhnliche Musik möglich ist. Das nötige Talent und Fleiß vorausgesetzt.

Wasserburg - Die Kunst wurde geschickt häppchenweise verabreicht, und so geriet der Abend munter, abwechslungsreich, kurzweilig – eine Preisverleihung mit Pepp. Die Geehrten hatten ihre Freude und begeisterten das Publikum: Der begnadete Gitarrist Benno Panhans, ein Theaterensemble aus Kiefersfelden und Peter Ludwig, Musiker und Filmemacher. An sie gingen der Kulturförderpreis, der Kultursonderpreis und der Kulturpreis 2022 des Landkreises Rosenheim – quasi die Oskars der Region.

Im historischen Rathaussaal lobte Landrat Otto Lederer in seinem Grußwort das „äußerst reiche Kulturleben“ der Stadt Wasserburg und erinnerte an die Verdienste des kürzlich verstorbenen Theaterhauschefs Uwe Bertram.

14-Jähriger sorgt für Gänsehautmomente

Zum Auftakt faszinierte der 14-jährige Benno Panhans aus Stephanskirchen mit seinem Gitarrenspiel – großartig, wie er das Stück „Asturias“ von Isaac Albeniz vortrug – ein musikalischer Leckerbissen. Christoph Maier-Gehring, Kulturreferent des Landkreises, listete in seiner Laudatio die Preise auf, mit denen der junge Künstler zuletzt ausgezeichnet wurde – in Deutschland, Österreich und Italien.

Gitarrist Benno Panhans ist sichtlich stolz – Laudator Christoph Maier-Gehring (links) und Landrat Otto Lederer (rechts) freuen sich mit ihm.

Klar, dass auch das Fernsehen auf Panhans aufmerksam wurde, einen Künstler mit großem Talent, der schon im Alter von vier Jahren Leidenschaft für die Gitarre verspürte. „Er spielt nicht mehr ein bestimmtes Pensum ab, nein, er entscheidet frei, wann er übt, er macht auch mal zwei Tage Pause“, berichtete Maier-Gehring aus einem Vorgespräch mit dem jungen Mann. „Dass er ein guter Schüler ist, versteht sich von selbst.“ Die geliehene Konzertgitarre, mit der Benno Panhans bei Auftritten spiele, stamme übrigens aus der Werkstatt von Claus Voigt in Wasserburg, fügte der Laudator auf Wunsch des Preisträgers hinzu.

Auf einer Leinwand bekam das Publikum anschließend Szenen aus dem Dorfspiel „Passio“ in Kiefersfelden zu sehen. Eine vortreffliche künstlerische Leistung, hinter der nicht weniger als sechs Kieferer Vereine standen, so Maier-Gehring: Die Ritterschauspiele Kiefersfelden, die Heimatbühne, der Kirchenchor, der Männergesangsverein, der Trachtenverein und die Musikkapelle. Alle fünf Aufführungen im September 2021 seien bestens besucht gewesen. „Die Zuschauer waren beeindruckt von dem großen Bühnenerlebnis.“ Ein von dem Gemeinderatsmitglied und katholischen Kirchenpfleger Sebastian Bleier inszeniertes Spektakel, das für die Stärkung des Zusammenhalts der Ortsgemeinschaft gesorgt habe.

„Crack“ der Szene rundet den Abend ab

Zum Schluss wurde der Wasserburger Pianist und Filmemacher Peter Ludwig (71) geehrt, der zusammen mit der Violistin Rebekka Hartmann – sie spielte auf einer Stradivari - den Saal mit seinen Kompositionen begeisterte. Schon in den späten 1970er Jahren habe er zu absoluten „Cracks“ in der regionalen Musikszene gehört, so Maier-Gehring.

Seit den 1970er Jahren in der Kunstszene aktiv – der Wasserburger Pianist und Filmemacher Peter Ludwig bekommt seine Auszeichnung.

Ludwig habe sich auch mit anspruchsvollen Filmen einen Namen gemacht, so mit dem Streifen „Paris“, der im Sommer 2022 im „Stoa“ bei Edling Premiere hatte. „Hier zeigt Ludwig die französische Hauptstadt ohne die üblichen touristischen Sehenwürdigkeiten. Im Mittelpunkt stehen die Menschen“, führte der Laudator hinzu. Gewiss ein vielseitiger Künstler: Wichtig sei dem Autodidakten gewesen, in vielen verschiedenen Genres zu Hause zu sein. „Ich bin mir sicher, dass Peter Ludwig noch längst nicht ans Aufhören denkt.“

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