Aktion 162.000

Protestkette für mehr Krankenhauspersonal

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Der Notstand soll deutlich werden! Am Mittwoch wird auf die vielen fehlenden Stellen in den Kliniken aufmerksam gemacht.

Wasserburg - Die Bundesweite Protestkette am 24. Juni 2015 für mehr Krankenhauspersonal macht auch vor den Kliniken am Standort Wasserburg nicht halt. Am Mittwoch ist es soweit.

Mehr Krankenhauspersonal - auch die Kliniken in Wasserburg könnten wohl mehr davon gebrauchen. Darum wird auch in der Inn-Salzach-Klinik in Wasserburg und der RoMed-Klinik in Wasserburg (ebenso in Bad Aibling und Prien sowie Rosenheim) die Aktion am kommenden Mittwoch, den 24. Juni 2015 stattfinden.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft am Mittwoch, 24. Juni 2015, die Beschäftigten in Krankenhäusern zu einer bundesweiten Protestkette auf - vom Nordseestrand bis in die bayerischen Berge, von Görlitz bis Saarbrücken. In Krankenhäusern fehlen nach einer ver.di-Erhebung 162.000 Beschäftigte, darunter 70.000 in der Pflege. Bei der Aktion von 13.00 Uhr bis 13:10 Uhr machen die Menschen die Personalnot sichtbar, indem sie Nummernkarten von 1 bis 162.000 hochhalten.

Auch die Beschäftigten der Inn-Salzach Klinik in Wasserburg am Inn und der RoMed Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim beteiligen sich.

Prominente Unterstützung erhalten die Beschäftigten in Rosenheim durch die Teilnahme des Geschäftsführers der RoMed-Kliniken Herrn Pfaffeneder, sowie den Gewerkschaftssekretär und Aufsichtsrat Robert Metzger und in Bad Aibling durch den dortigen Bürgermeister und Aufsichtsrat Herrn Schwaller. Auch sie werden Nummernkarten zeigen. Mit der Aktion machen die Beschäftigten ihrer Enttäuschung über den Gesetzentwurf zur Krankenhausreform Luft, den die Bundesregierung am 11. Juni

veröffentlicht hat. „Die Regierung kennt die dramatischen Auswirkungen der Personalnot für Patienten, doch sie handelt nicht“, sagte der für das Gesundheitswesen zuständige Gewerkschaftssekretär Robert Metzger. „Wir sind

entsetzt, dass die Bundesregierung die Gefährdung von Patienten wissentlich in Kauf nimmt.“ Ein Pflegeförderprogramm für 1 bis 3,5 Pflegestellen pro Krankenhaus bringe den Patienten niemals die dringend notwendige Verbesserung der Versorgung. Bei einem Nachtdienstcheck der Gewerkschaft ver.di in über 200 Krankenhäusern im März 2015 hatten 59 % der Pflegefachkräfte angegeben, dass es in ihrem Nachtdienst in den letzten vier Wochen eine gefährliche Situation für Patienten gegeben hat, die bei ausreichend Personal vermeidbar gewesen wäre.

Eine so breit getragene Aktion hat es bisher im Gesundheitswesen in Deutschland noch nicht gegeben. Am 24. Juni 2015 tagt in Bad Dürkheim/Rheinland-Pfalz die Gesundheitsministerkonferenz der Länder und in Berlin der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages. ver.di fordert ein Gesetz zur Personalbemessung in Krankenhäusern und dessen Finanzierung sowie ausreichende Krankenhausinvestitionen durch die Bundesländer.

Pressemitteilung ver.di

Quelle: rosenheim24.de

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