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Auf und Ab um Rathaus-Lift

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In diesem Lichthof soll der Lift eingebaut werden, für die Bilder muss ein anderer Platz in dem historischen Gemäuer gefunden werden.

Wasserburg - Jahrelang stand er auf der Wunschliste, dann wurde der Bau eines Liftes im historischen Wasserburger Rathaus endlich beschlossen.

Nun hat es die Stadt schriftlich: Das Landesamt für Denkmalpflege akzeptiert den Aufzug im Rathaus. Wenn auch nicht gerade mit überschäumender Begeisterung.

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses verlas Bürgermeister Michael Kölbl Auszüge aus einem Schreiben des Landesamtes für Denkmalpflege an die Untere Denkmalschutzbehörde im Landratsamt, das am Sitzungstag im Bauamt eintraf. Darin heißt es unter anderem, dass nach der Untersuchung von Alternativstandorten nur am vorgesehenen Einbauort eine funktionierende behindertengerechte Erschließung bei begrenzten Eingriffen in die Bausubstanz möglich ist.

Zweifellos erfolge eine gestalterische Beeinträchtigung des Lichthofes. Der habe einen sehr heterogenen Baubestand überwiegend aus den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Da Artikel 6 des Denkmalschutzgesetzes aber die Berücksichtigung der Belange von Menschen mit eingeschränkter Mobilität vorsieht, "muss die vorliegende Planung aus denkmalfachlicher Sicht hingenommen werden."

"Die beste Lösung gefunden"

Ein Satz, der Bürgermeister und Stadtbaumeister sichtlich befriedigte. "Mit anderen Worten: Wir haben die beste Lösung gefunden", so Kölbl.

Hausaufgaben bekam die Stadt in diesem Schreiben des Landesamtes für Denkmalpflege auch auf. So muss für die derzeit im Lichthof hängenden Gemälde ein "konservatorisch einwandfreier" anderer Platz im Rathaus nachgewiesen werden, und der Aufzug und die anderen notwendigen Einbauten sollen so transparent wie möglich sein. Für den Zugang zum Aufzug sind Eingriffe in die Bausubstanz nicht zu vermeiden, es müssen einige Fenster und Fensterbrüstungen sowie ein Teil des Geländers im ersten Obergeschoss entfernt werden. Diese Eingriffe, so das Landesamt für Denkmalpflege, sind auf das Mindestmaß zu reduzieren. So soll zum Beispiel die derzeitige Kellertreppe nur abgedeckt, nicht abgebrochen werden.

syl/Wasserburger Nachrichten

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