Bauarbeiten an der Mittelschule Wasserburg

Schulalltag im Container "besser als gedacht"

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Der Ausblick ist prächtig, doch wie funktioniert der Schulalltag der Mittelschule in den Containern?
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Wasserburg - Helle Gänge, ansprechende Klassenzimmer, nur die gestalterischen Möglichkeiten sind etwas reduziert. Die Schulgemeinschaft der Mittelschule erlebt einen ganz normalen Schulalltag trotz Baustelle drum herum.

Der Endspurt im aktuellen Schuljahr steht an. Für die Schüler und Lehrer der Wasserburger Mittelschule war es ein besonders spannendes Jahr, mussten sie doch nach den Osterferien die Klassenzimmer im Schulhaus räumen und in Container umziehen. "Unser Schulalltag in den Pavillons läuft besser als gedacht", erklärt Rektor Franz Stein im Gespräch mit Wasserburg24. Der Schulleiter ist zufrieden, dass es nur wenige Einschränkungen im Bereich der Räume gebe. Das Lagern von Materialien und die reduzierte Menge an Nebenräumen seien hier der unglücklichste Faktor, so Stein, ansonsten könne man von einem normalen Schulalltag sprechen. "Die Schüler und Lehrer können geräumige Klassenzimmer nutzen, die ganz und gar nicht nach unliebsamen Container aussehen" heißt es von der Schulleitung weiter.

Bei einem kurzen Rundgang durch das zwei-Stöckige Pavillon-Gebinde fällt auf, dass die Räume und der Gang sehr großzügig und hell wirken und auch die Atmosphäre angenehm.

Alltag der Mittelschule im Container

Laut Stein seien auch die Schulbaurechtlichen Dinge eingehalten, die Klassenräume so geräumig wie es in den einzelnen Klassengrößen erforderlich sei.

"Dekorieren ist allerdings nicht groß erlaubt", so Stein. "Hier werde der Brandschutz groß geschrieben und wir können nur geringfügig Aushänge und Deko anbringen".  

Etwas "alternativ" kann die momentane Situation für die Prüflinge beschrieben werden. "Die Schüler, die derzeit die Prüfungen für die Mittlere Reife schreiben, halten diese in der Mensa ab, weil es der einzige größere Raum ist, den wir aktuell haben", räumt Stein ein.

Eines fällt auf, wirklich Lärm machen, sollte in den Pavillon-Zimmern niemand, denn alles ist sehr dünnwandig aufgestellt.

"Wir können uns darauf aber gut einstellen", heißt es von Franz Stein weiter. Es gäbe viele Schulen mitten in den Städten, wo es bei weitem lärmstärker zuginge.

Schulleiter Franz Stein wirkt zufrieden mit den momentanen Möglichkeiten und dem Stand, wie die Bauarbeiten dahin schreiten. Lediglich der bereitgestellte Pausenhof sei etwas gewöhnungsbedürftig und durchaus auf sehr engem Gelände anberaumt. "Doch auch hier kann ich großes Lob an die Schüler und Lehrer aussprechen, es klappt gut, jeder passt sich den Gegebenheiten gut an".

Die Turnhalle nehme bereits Gestalt an, zeigt Franz Stein uns während des Termins. Im November 2014 soll diese fertig gestellt sein, damit der Schulsport wieder als gesichert gelte.

Und der Bezug in die neuen und sanierten Klassenräume? "Hier hoffen wir, dass es nach einem weiteren Schuljahr im Pavillon dann den erwünschten Umzug in die eigentliche Schule im Herbst 2015 geben wird", so Stein.

16 Klassen wurden an Ostern ausgelagert, ebenso die Info- und Werkräume. Lediglich zwei Klassen konnten im Schulgebäude bleiben, erläutert der Rektor. Das Schulleben an sich funktioniere räumlich sehr eingeschränkt, doch der Unterricht funktioniere in den alternativen Pavillonräumen reibungslos. Wenngleich es viel Bereitschaft auf Rücksicht in dem beengten Gebäude geben muss, gibt es einen kleinen Faktor, der schön ist: Die Aussicht auf die Innfront ist herrlich. 

Quelle: rosenheim24.de

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