86 Rinder und Schweine verendeten 

Großer Stallbrand von Attl: Tatverdächtiger festgenommen

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Wasserburg - Im Oktober vergangenen Jahres war eine große Stallung der Stiftung Attl in Brand geraten. Nun wurde ein mutmaßlicher Täter (41) ermittelt. 

UPDATE 15 Uhr: Stellungnahme der Stiftung Attl

Nun hat sich auch die Stiftung Attl zur aktuellen Polizeimeldung geäußert.

In einer ersten Erklärung heißt es, man müsse die Tatsache, dass scheinbar ein Betreuter das Feuer gelegt habe, zunächst erst verarbeiten.

"Die Ursache für die Brandkatastrophe, der im Oktober über 80 Tiere und das Stallgebäude am Attler Hof zum Opfer fielen, ist geklärt. Wie die Polizei gegenüber der Stiftung Attl nun mitteilte, handelt es sich um Brandstiftung. Im Verlauf der Ermittlungen habe sich der Verdacht gegen einen Betreuten der Stiftung Attl erhärtet. Dieser wurde nun in Gewahrsam genommen", erläutert die Stiftung Attl die bisherigen Erkenntnisse.

"Die Vorstände Franz Hartl und Friedrich Seipel sind bestürzt über diese neuen Entwicklungen", betont Michael Wagner, Leiter der Unternehmenskommunikation der Stiftung.

„Das müssen wir jetzt erst einmal verdauen“, meinte Seipel in einer ersten Erklärung. „Für uns beginnt die Aufarbeitung dieser Katastrophe jetzt noch einmal von vorn“.

Weitere Erkenntnisse über den Tathergang oder die Motivation des Brandverursachers habe zum derzeitigen Zeitpunkt auch die Stiftung Attl noch nicht, hieß es von Michael Wagner, Leiter der Unternehmenskommunikation der Stiftung. 

Die Situation

Das Gebäude wurde bei dem Feuer total zerstört und ein Großteil der eingestellten Tiere verendete und der Sachschaden wurde auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Mit sehr hohem Aufwand betrieb die Kripo Rosenheim die Ermittlungen. Nun wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.

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Der Großteil der eingestellten 70 Rinder und 16 Schweine fand dabei den Tod. Ein Feuerwehrmann musste mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das große Gebäude und nebenstehende landwirtschaftliche Gerätschaften wurden zerstört.

Große Betroffenheit nach dem Brand

Einige Tage nach dem Brandausbruch machten Gerüchte um eine Branstiftung die Runde. Auf Anfrage von wasserburg24. de zeigten sich Mitarbeiter und Bewohner der Stiftung Attl, als auch die Einsatzkräfte sehr betroffen über dem Brand und den vielen Opfern des Feuers, die qualvoll starben

So kamen die Ermittler dem Mann auf die Spur

Umfangreiches Spurenmaterial wurde daraufhin von der Kripo gesichert und ausgewertet, zahlreiche Befragungen und Vernehmungen im Umfeld der Stiftung nahmen die Ermittler vor. Dabei ergaben sich zunehmend Hinweise auf einen 41-jährigen, in der Einrichtung in Attl wohnhaften Mann. 

Beamte des Fachkommissariats der Kripo Rosenheim nahmen den Tatverdächtigen am Donnerstag fest. In seiner Vernehmung hat der Mann mittlerweile gestanden, das Feuer in den Stallungen gelegt zu haben. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde der Tatverdächtige nach einer ärztlichen Begutachtung dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Dieser erließ einen Unterbringungsbefehl gegen den Tatverdächtigen. Der Beschuldigte befindet sich jetzt in der geschlossenen Abteilung eines Fachkrankenhauses.

Aus dem Archiv: 

Bilder: Brand einer Stallung in Attel

Ausmaß nach Brand von Stall der Stiftung Attl

mg/Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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