Wenn fremde Menschen ungeschütztes WLAN ausnutzen

Ist das "Fremd-Surfen" verboten?

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Symbolbild: In Gruppen sitzen junge Erwachsene draußen und surfen - durch kostenfreies W-LAN vor Lokalen.
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Landkreis - Ohne Passwort WLAN nutzen. Unkompliziert und einfach. Einfach wird es dadurch auch für fremde Menschen, einen kostenlosen Internetzugang zu bekommen. Sogar auf öffentlichem Grund, denn die WLAN-Reichweite ist oft stark.

Es ist in einigen Kommunen das gleiche Szenario. In Wasserburg wird nun besonders darüber geschimpft. Die WLAN-Nutzung als Gästeservice einiger Lokale im Altstadtgebiet von Wasserburg kommt bei vielen Menschen gut an. Doch weil mehrere Gastronomen sowie auch mindestens eine Bürgerin in ihrer Wohnung in der Hofstatt scheinbar den WLAN-Zugang mit keinem Passwort geschützt haben, wird die WLAN-Verbindung auch von fremden Leuten genutzt. 

Auffällig seit vielen Wochen daher, dass meist grüppchenweise junge Erwachsene – meist Asylbewerber – in der Hofstatt vor einer Haustüre stehen oder unter Arkaden vor oder neben einzelnen Lokalitäten. „Sie nutzen unser WLAN, obwohl dieser Zugang nur für unsere Gäste sein soll“, wettert eine Bistro-Besitzerin aus der Altstadt Wasserburg. 

Sie will lieber nicht, dass ihr Name genannt wird, viel zu sehr könnten dann weitere User ihr WLAN unerlaubt anzapfen. Ebenfalls empört zeigt sich die Mieterin, die ihr WLAN nicht mit einem Passwort versehen hat. Die Tatsache, dass vor der Haustür fremde Menschen ihren Internetzugang mitverwenden, gefällt der Frau gar nicht. „Das ist schon allerhand“, findet die Wasserburgerin, die darum bittet, ebenfalls anonym zu bleiben.

Türsteher sollen WLAN-"Schnorrer" vertreiben

Der Inhaber einer Bar möchte seinen Gästen auch weiterhin freien WLAN-Zugang anbieten, ohne Code oder Passwort. „Wir werden einfach versuchen, dass unsere Türsteher auf dem Gelände vor unserer Bar, das noch in unserem Besitz ist, diejenigen, die nur WLAN nutzen und nicht unsere Gäste sind, zu vertreiben. Wir müssen das beobachten“, so der Barbesitzer. Ihm sei aber noch nicht aufgefallen, dass Gruppen vor dem Gebäude seiner Location stehen, um mit seinem WLAN ins Internet zu gehen. „Vielleicht wissen es bei mir noch nicht so viele Leute“, vermutet er und will aus diesem Grund auch den Namen seiner Bar nicht preisgeben.

Polizei: WLAN durch Passwort schützen

Nachgefragt bei der Polizei in Wasserburg heißt es, man könne auf öffentlichem Areal niemandem die Anwesenheit verbieten, wenn sich derjenige normal verhält. „Wenn jemand auf öffentlichem Verkehrsgrund steht und nicht laut ist und auch keinen Ärger macht, kann ihm das nicht verboten werden“, so die Polizei gegenüber wasserburg24.de.

Jedem Lokalbesitzer oder Mieter stehe es offen, den Zugang zum WLAN nur über Passwort freizugeben. Mache man dies nicht, sei man selbst schuld, betont der Beamte. „Wenn der fremde WLAN-Nutzer nichts Illegales im Internet macht, und er sich auch sonst nicht auffällig verhält oder Menschen anpöpelt, dann kann ihm kein Vorwurf gemacht werden“, heißt es von dem Polizeibeamten aus Wasserburg abschließend. 

Ein Passwort als Schutz für den eigenen WLAN-Zugang sei natürlich zu empfehlen, rät die Polizei.

mit

Quelle: rosenheim24.de

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