Filzenexpress: Startschuss für Kreuzungsbahnhof

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Die Bauarbeiten für den Kreuzungsbahnhof in Steinhöring sind wichtiger Baustein für die Filzenexpress-Verbindung
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Steinhöring/Wasserburg - Der Spatenstich für den Kreuzungsbahnhof zum Filzenexpress ist erfolgt. Die Fertigstellung soll noch im Jahr 2014 erfolgen.

"Der Stundentakt in beide Richtungen beim Filzenexpress kann kommen". Diese Aussage freute viele Anwesende, die sich zum symbolischen Spatenstich in Steinhöring gesellten. Es ist ein Projekt, das verschiedene Landkreise betrifft und auch viele Gemeinden genießen den baldigen Vorteil einer regelmäßigen Zugverbindung zwischen München und Wasserburg. Zuvor wurden noch fast 30 Blindschleichen und Eidechsen gesammelt und in ein neues Quartier verlegt, die Tierschützer somit ebenfalls positiv gestimmt.

Lange Jahre galt der Filzenexpress als "Dornröschen" unter den Verbindungen. Viele Diskussionen um eine Wiederaufnahme der Linie und um die Wichtigkeit der regelmäßigen Anfahrten in beide Richtungen nahmen ihren Lauf. "Nun endlich können wir garantieren, dass ab Dezember 2014 der Filzenexpress problemlos in beide Richtungen unterwegs sein kann", heißt es von Christian Kubasch, dem technischen Leiter der Südostbayernbahn. Er hat mit vielen weiteren Verantwortlichen den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten zum Begegnungsbahnhof in Steinhöring gegeben.

Mit einem kräftigen Schaufelhub fand der symbolische Spatenstich statt. Viel Spaß hatten die Zuständigen dabei bei der Aktion, die viel Kundenservice für Stadt und Land bringen soll.

Spatenstich für Kreuzungsbahnhof

Mit herzlichen Grüßen von Verkehrsminister Joachim Herrmann im Gepäck gesellte sich Sachgebietsleiter Stefan Schell zum Spatenstich. Er freut sich auch persönlich über die bald regelmäßigen Anfahrten und die Spätverbindungen: "Wenn ich in Wasserburg kulturelle Angebote annehme, hat es mich bislang immer geärgert, dass ich am späten Abend nicht mehr mit dem Zug heim nach München fahren konnte".

Der Ausbau der Filzenexpress-Verbindung freut viele Gemeinden. Bürgermeister aus einigen betroffenen Kommunen waren in Steinhöring dabei, um zu bestätigen, dass es sich bei dem Großprojekt um einen wichtigen Bürgerservice handelt. "Es ist für die Bürger aus Edling sehr angenehm, wenn die Verbindungen stündlich in beide Richtungen erfolgen können", zeigt sich Rathaus-Chef Matthias Schnetzer aus Edling erfreut. Auch Pfaffings Bürgermeister Lorenz Ostermaier findet die Wiederaufnahme der Verbindung im Filzenexpress durchwegs positiv für die betreffenden Ortschaften. "Es besteht Hoffnung, dass dann auch die B304 etwas an Spannung verliert".

Ebenso mit von der Partie beim Spatenstich waren auch der Steinhöringer Bürgermeister Alois Hofstetter sowie Robert Niedergesäß, Landrat von Ebersberg. "Die Landkreise Rosenheim und Ebersberg nähern sich bezüglich des Filzenexpress-Projekts auf positive Art und Weise. Es soll ein Bürgerservice entstehen, der bereits im Vorfeld durch den Kreuzungsbahnhof in die richtige Weiche gebracht wird".

Teure Investition

Christian Kubasch brachte die Investitionsgröße von 10 Millionen Euro ins Gespräch. "Es wurde für das Projekt der Modernisierung des Filzenexpress-Moduls viel Geld eingeplant. Doch die Arbeiten sind allesamt nötig, um die Verbindungen in beide Richtungen machbar zu gestalten". Mit dem Bau des Begegnungsbahnhofs Steinhöring sei es nicht getan, bereits im Vorfeld habe man die Stationen Tulling, Edling und Forsting sowie den Mittelbahnsteig am Wasserburger Bahnhof auf technischen Neustand gebracht, so Kubasch weiter.  In Steinhöring laufen nun die Bauarbeiten für das zweite Gleis, um eine Begegnung für die beiden Linien zu gewährleisten. "Besonders wichtig erschien es auch, dass hier in Steinhöring ein barrierefreier Zugang errichtet wird. Der Mittelbahnsteig wird auf 120 Meter Länge angesetzt. Auch ein Stellwerksgebäude ist vorgesehen". Zu schaffen seien diese Investitionen rund um den Ausbau der weiteren Verbindungen des Filzenexpress nur mit der Unterstützung des Freistaates Bayern, so Kubasch in seiner Rede vor dem eigentlichen Spatenstich.

Dieser gestaltete sich äußerst spaßig. Kräftig in den Sandhaufen geschaufelt haben die Verantwortlichen, darunter auch der Ebersberger Landrat. Der Sand flog nur so in Richtung vorgesehenes Areal. Nach diesem gelungenen Startschuss sind nun auch offiziell die Bauarbeiten für den Kreuzungsbahnhof eingeläutet.

Hinweis zur Fertigstellung

Die Arbeiten in Steinhöring sollen bis Herbst 2014 fertiggestellt sein. Die Aufnahme der Verbindung im Stundentakt und vor allem in beide Richtungen zwischen Wasserburg und München soll im Dezember 2014 starten. Dabei waren sich alle Anwesenden einig, dass dies eine besondere Qualitätsverbesserung in der Infrastruktur der Region darstelle.

Von 10. bis 19. Juni 2014 kann der Schienenverkehr wegen Fertigstellungsarbeiten an Gleis und Weiche vorübergehend nicht stattfinden, Ersatzverkehr wird eingerichtet.

Ab Dezember 2014 sollen dann sowohl Spätverbindungen als auch der beidseitigen Stundentakt in Betrieb gehen.

Ein Wehmutstropfen ist vorhanden: Die Schranke in Reitmehring wird dann noch öfter geschlossen sein. Umso dringender tut sich dann dieses Projekt rund um den Reitmehringer Ansatz am Bahnübergang auf.

Quelle: rosenheim24.de

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