Warnstreik bei Molkerei Bauer

Warnstreik mit klaren Forderungen

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Streik bei der Molkerei Bauer in Wasserburg: Zahlreiche Forderungen wurden laut.

Wasserburg - Am Dienstag legten die Beschäftigten der Früh- und Spätschicht der Molkerei Bauer und des Bauer Frischdienstes von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr die Arbeit nieder. Deutliche Forderungen wurden laut.

Zahlreiche Mitarbeiter und Mitstreiter folgten dem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), nachdem die Arbeitgeberseite bei den letzten Tarifverhandlungen die Forderung der NGG nach einheitlich 150 € Lohnerhöhung abgelehnt hatten und von Seiten der Arbeitgeber insgesamt nur ein „inakzeptables Magerangebot“ auf den Tisch gelegt wurde. Freddy Adjan, Landesvorsitzender der NGG in Bayern und Verhandlungsführer: „Wir werden in ganz Bayern zu Streiks und Aktionen aufrufen, ab jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wir fordern 150 € mehr für alle. Neben der Lohnerhöhung fordern wir auch deutliche Verbesserungen in der tariflichen Altersvorsorge.“

Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG-Region Rosenheim: „Unsere Forderungen werden breit unterstützt und das wird auch nicht die letzte Aktion in Oberbayern gewesen sein – weitere Betriebe werden folgen.“

Laut Angaben der NGG dürfen Milchprodukte nicht zur Ramschware verkommen. Sowohl die Molkereibeschäftigten, wie auch die Milchviehhalter brauchen gute Einkommen, um die Zukunft der Branche zusichern.

Zwischenzeitlich erreichen die NGG auch Solidaritätskundgebungen von Bauernverbänden.

Der Branche gehe es wirtschaftlich sehr gut, so Adjan, und mit 6,4 % machen die Lohnkosten nur einen geringen Anteil vom Umsatz aus. Bei einem Jahresumsatz von über 10 Mrd. € und 14.000 Beschäftigten ist die Milchwirtschaft eine der größten Branchen in der bayerischen Ernährungsindustrie.

Pressemitteilung Gewerkschaft NGG

Quelle: rosenheim24.de

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