Raubüberfall war nur vorgetäuscht

Wasserburg - Von hinten niedergeschlagen und der Geldbörse beraubt - diese Version eines Überfalls erzählte ein 18-Jähriger der Polizei. Jetzt hat das "Opfer" jedoch selbst Ärger:

Ein 18-jähriger Wasserburger alarmierte am frühen Abend des Dienstag, 10. Dezember 2013, die Polizei. Er gab an, in der Wasserburger Altstadt niedergeschlagen und beraubt worden zu sein. Die Ermittlungen der Rosenheimer Kriminalpolizei ergaben heute, dass die Tat von dem jungen Mann frei erfunden worden war.

Der junge Mann gab an, gegen 18.30 Uhr bei einer Bank in der Altstadt am Geldautomaten gerade Bargeld geholt zu haben, als er wenige Meter vor der Bank von hinten niedergeschlagen worden sein soll. Der oder die unbekannten Täter sollen ihm dann den Geldbeutel aus der Gesäßtasche geraubt und daraus das eben abgehobene Bargeld entnommen haben, ehe sie in unbekannter Richtung flohen. Eine sachdienliche Beschreibung des oder der Täter konnte das angebliche Opfer nicht abgeben. Dennoch fahndeten einige Polizeistreifen im Stadtgebiet nach verdächtigen Personen.

Noch vor Ort übernahm der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim die Ermittlungen. Die weitere Sachbearbeitung wurde heute vom zuständigen Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim übernommen. Und die Beamten stießen bei ihren Ermittlungen schnell auf Ungereimtheiten, die Zweifel an den Angaben des 18-Jährigen aufkommen ließen. Bei seiner Vernehmung verstrickte sich der junge Mann dann weiter in Widersprüche, ehe er schließlich zugab, die Geschichte frei erfunden zu haben. Der Grund dafür waren wohl innerfamiliäre Probleme. Gegen den 18-Jährigen wurde Anzeige wegen des Vortäuschens einer Straftat erstattet.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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