Reihenhäuser auf dem Grundstück in Attel geplant

Asbestfund bei Abriss der Klosterschänke 

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Die Klosterschänke wird peu à peu abgerissen. 
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Wasserburg - Nachdem fest steht, wie die künftige Bebauung des ehemaligen Klosterschänke-Grundstücks in Attel aussehen soll, beginnt nun peu à peu der Abriss des alten Gebäudes. Dabei kamen jetzt auch Asbesteinlagerungen ans Licht. 

Seit Anbeginn der Planungen verfolgt die "Bürgerinitiative zum Erhalt des dörflichen Charakters in Attel" die Wohnbebauungsplanungen auf dem Grundstück der ehemaligen Klosterschänke und schaut dem Bauträger genau auf die Finger. Seit etwa fünf Wochen tue sich etwas in Attel - eine Firma beginne peu à peu mit dem Abriss des alten Wirtshauses, wie die Bürgerinitiative der Redaktion mitteilt.

Im Rahmen der Arbeiten seien auch Asbesteinlagerungen gefunden worden. "Wir hoffen, diese werden auch ordnungsgemäß entsorgt", so die Mitglieder der Initiative. Schließlich gehe es auch um die Gesundheit der Arbeiter, die seit dem Fund mit Bauhelmen und Atemschutzmasken arbeiten würden. 

BI-Bedenken "unbegründet"

Auf Nachfrage von wasserburg24.de kann Bauträger Jürgen Drösel aus Rosenheim bestätigen, dass Asbest teilweise an Stücken der Wandvertäfelungen des Gebäudes und am Dach des angrenzenden Pferdestalls gefunden worden sei. 

Man habe das Areal gesperrt und die Asbestfunde entsprechend mit rot-weißen Absperrbändern gesichert. Er betont, die Bedenken der Initiative seien völlig unbegründet, denn er habe bereits eine Münchner Spezialfirma mit der Entsorgung des Materials beauftragt. Diese werde in der kommenden Woche über die Bühne gehen. Außerdem sei der Fund ordnungsgemäß gemeldet worden. 

Die Debatte um das Klosterschänke-Grundstück:

Im Oktober 2018 entschied der Wasserburger Stadtrat, dass auf dem Grundstück drei Dreispänner mit insgesamt neun Wohneinheiten entstehen sollen. Die Räte waren sich einig, dass das genau die Verdichtung sei, die der Bereich vertrage - vor allem wenn man die anfänglichen Pläne des Bauträgers eines massiven Wohnblocks betrachte.

Dennoch seien die Mitglieder der "Bürgerinitiative zum Erhalt des dörflichen Charakters in Attel", wie Andrea Bast stellvertretend erklärt, mit der Entscheidung nicht glücklich: "Wir kämpfen sei Anbeginn der Planungen gegen dieses Projekt und sind auch jetzt nicht zufrieden. Am liebsten wären uns Einfamilienhäuser." Zu mächtig und unpassend fürs Ortsbild des kleinen ländlichen Attels - das waren und sind die Hauptargumente gegen den ursprünglich geplanten massiven Wohnkomplex

mb

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