Stadtrat Wasserburg bringt Projekt auf den Weg 

Adventgemeinde: So soll der Neubau mit Kindergarten am Burgstall aussehen

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Die Adventgemeinde plant einen Neubau - größer und ein wenig versetzt vom jetzigen Standort am Burgstall. 

Wasserburg - Das alte Kirchengebäude am Burgstall soll abgerissen und durch ein neues ersetzt werden. In den Plänen sind auch Kindergarten- und Krippenplätze enthalten. Der Stadtrat gab grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplans. Das ist am Burgstall nun geplant: 

Der Bauausschuss hat nach eifriger Beratung dem Stadtrat bereits eine Empfehlung gegeben, das Projekt umzusetzen und die dafür nötige Änderung im Flächennutzungsplan zu beschließen. Einstimmig wurde dem dann in der Sitzung des Rats am 28. März stattgegeben. 


Warum es einem Neubau bedarf:  

Die derzeitigen Kirchenräume der 1948 in Wasserburg gegründeten Adventgemeinde seien nach 55 Jahren dringend sanierungsbedürftig. Es fehlen unter anderem Sanitärräume für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie eine Barrierefreiheit in den Räumen, die ohnehin viel zu klein geworden seien. Außerdem gebe es Probleme mit der Feuchtigkeit. Das jetzige Gebäude komme an seine Grenzen, da die Kirchengemeinde in den vergangenen Jahren spürbar gewachsen sei.

Die Wasserburger Adventgemeinde ist Teil der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten - einer evangelischen Freikirche, die es in fast allen Ländern der Welt gibt. 


Statt einer Generalsanierung wolle man einen Neubau von Kirche und Gemeindehaus realisieren, der vom Standort her näher an die Salzburger Straße rücken soll. Geplant ist dort auch ein Kindergarten mit Krippenplätzen. So soll der Bedarf an weiteren Betreuungsplätzen für Kinder in Wasserburg gedeckt werden. Kindergarten und Krippengruppe seien offen für Familien aller Konfessionen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Gesundheit, Vermögen, Lebensgeschichte und Herkunft. Der Kindergarten werde auf Grundlage des christlichen Menschenbilds arbeiten. 

An den schwarz gestrichelten Linien ist der geplante Neubau zu erkennen. 

Die geplante Realisierung: 

Für die Umsetzung soll ein Grundstückstausch mit dem Nachbarn, Hermann Kühn, der den Burgstallhof in der fünften Generation im Nebenerwerb betreibt, stattfinden. Ein Verkauf der landwirtschaftlichen Fläche sei nicht geplant. Die alte Kirche direkt neben Kühns Anwesen werde rückgebaut. Dort entstehe dann eine Streuobstwiese.

1000 der 1900 Quadratmeter des neuen Grunds sollen dann bebaut werden - mit einem ein- bis zweigeschossigen Gebäude. Es soll Raum für Kirche und Gemeinde sowie für einen Kindergarten- und eine Krippengruppe mit insgesamt etwa 37 Kindern bieten. Betreiberin der Betreuungseinrichtung ist das Advent-Wohlfahrtswerk, eine Wohlfahrtseinrichtung der Freikirche. 

Das Grundstück, auf dem der Neubau samt Kindergarten enstehen soll. 

Die aktuell veranschlagten Baukosten betragen 3,6 Millionen Euro. Die Kosten für den Bau der Kirchengemeinde werden aus freiwilligen Spenden der Kirchengemeinde Wasserburg und über den übrigen Adventgemeinden Bayerns solidarisch finanziert. Die Kosten für den Bau des Kindergartens (etwa 1,7 Millionen Euro) laufen über Zuschüsse von Bund und Kommune sowie über nutzungsbedingte Abschreibungen im laufenden Betrieb. 

Nach eineinhalb Jahren soll Ende 2021/Anfang 2022 die Kinderbetreuungseinrichtung öffnen. Ab 2022 werde dann das jetzige Gelände zurückgebaut.

mb

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