Aktion "Wasserburger Wunschbaum e.V."

"Weihnachtswünsche der Kinder werden bodenständiger"

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Kinder aus sozial schwachen Familien in der Region zu Weihnachten mit Geschenken eine Freude machen - das ist das Ziel der Aktion "Wasserburger Wunschbaum". Mit Elan dabei rechts im Bild: Traudl Scharlach, die "Mrs. Gäste-Info" der Stadt Wasserburg. 
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Wasserburg - Spielsachen, ein Zoo-Besuch oder neue Kleidung - Kinder haben viele Wünsche. Damit zum Fest der Liebe kein Wunsch unerfüllt bleiben muss, greift der "Wasserburger Wunschbaum e.V." Kindern aus sozial schwachen Familien unter die Arme. 

Die Grundidee: Kinder aus finanziell angeschlagenen Familien unterstützen. Am Anfang stand eine Privatinitiative mit Weihnachtsgeschenken, die nach wie vor im Fokus stehen. Mittlerweile besteht der Verein seit über zehn Jahren. Zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder kümmern sich um die Belange und Wünsche der Kleinen aus der Region.  

An den Wasserburger Wunschbaum dürfen Kinder aus wirtschaftlich schwächeren Familien Wünsche hängen. "Leider gibt es in und um Wasserburg wirklich viele Kinder, die sozial benachteiligt sind", erklärt Stechlkeller-Betreiber und Vorstandsvorsitzender des Wunschbaum-Vereins Peter Fichter. 2017 seien es knapp 200 Kinder, denen der Wunschbaum zu Weihnachten eine Freude bereiten werde. Mit Haag sei heuer sogar ein Teil des Mühldorfer Landkreises als neues Gebiet dazugekommen. 

Die Geschenke für die Kids, die mithilfe von Spenden finanziert werden können. 

Bei den Mädeln hoch im Kurs: Meerjungfrauen-Schwanzflossen

Über die "Wasserburger Tafel", den Kinderschutzbund, das Mehrgenerationenhaus, Kindergärten und Schulen erfahren die Vereinsmitglieder von den Kinderwünschen und machen sich daran, diese zu erfüllen. "Wir haben mittlerweile ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut", freut sich Fichter. 

"Die Wünsche der Kleinen werden indes immer bodenständiger", schmunzelt der Wunschbaum-Vorstand. "Vor einigen Jahren war die Playstation noch ein Hit, mittlerweile sind es vorwiegend Spielsachen, Kleidung und Kopfhörer. Bei den Mädeln sind heuer Kostüme in Form von Meerjungfrauen-Schwanzflossen hoch im Kurs." 

Ein Ausflug in den Zoo, plantschen im Badria oder tierische Entdeckungsreise im Tierpark Oberreith - überall springen die Verantwortlichen des Wunschbaums ein, organisieren Ausflüge oder zahlen den Eintritt. 

Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer würde die Aktion Wunschbaum nicht so reibungslos laufen, wie Vorstand Peter Fichter (rechts im Bild) erklärt.

Das ganze Jahr über Aktionen für die Kleinen 

Am 24. Dezember werden in den Räumen der Wasserburger Tafel die Wunschpackerl, die teilweise größer sind als die Kinder selbst, ausgegeben. "Da treibt es den Kleinen beim Anblick der Geschenke schon so manche Tränen der Freude in die Augen", schildert Fichter lächelnd. Obwohl der Verein seinen Schwerpunkt auf Weihnachten legt, sind die Mitglieder auch unterm Jahr aktiv, wie der Vorstand erklärt. So gebe es zum Schulanfang Schulränzen für die Kleinen oder kleine Geschenke wie die Fahrrad-Aktion im Frühjahr

"Jedes Jahr werden die helfenden Hände mehr, das motiviert natürlich ungemein, weiterzumachen. Außerdem haben wir von allen Ehrenämtern wohl eines der schönsten: Wir dürfen Kinder glücklich machen." 

Viele Spenden erhält Peter Fichter für den Wasserburger Wunschbaum, wie links von Georg Kierner, dem Geschäftsführer der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG oder rechts von Christian Platzer, dem Inhaber der Firma "Ge-Service Dienstleistungen" aus Wasserburg.

Spenden zur Verwirklichung der Kinder-Wünsche

Spendenkonto

Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg am Inn

Kontonummer: 30001812

BLZ: 71152680

IBAN: DE93 71152680 0030001812

Solche Wünsche entsprechend zu finanzieren geht allerdings nur mit Spenden, die laut Fichter von Jahr zu Jahr mehr werden. "Deshalb bitten wir auch heuer wieder um eine kleine Spende, damit wir zum Heiligabend viele Kinderaugen zum Strahlen bringen können", erklärt Fichter den Hintergrund der Weihnachtsaktion. 

"Vor sechs Wochen kam eine E-Mail bei uns an, die klang auf den ersten Blick recht geheimnisvoll", erzählt Fichter eine schöne aktuelle Weihnachtsgeschichte. "Kurz darauf kam jemand mit einer gebastelten Spendenbox, die eine unerwartet hohe Summe von mehreren Hundert Euro enthielt. Er sagte, er käme von einer Wasserburger Selbsthilfegruppe, die zeigen möchte, dass auch sie zu Weihnachten helfen wolle. Das hat uns wirklich sehr gefreut." 

"Privatleute, Geschäftsleute und Vereine - wir freuen uns über jeden noch so kleinen Spendenbetrag und sprechen all unseren Spendern bereits jetzt ein herzliches Dankeschön aus", so Fichter abschließend im Namen der Mitglieder des Wunschbaum-Vereins. 

mb

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