Projekt im Mehrgenerationenhaus

Alt und Jung gemeinsam aktiv

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So sieht echte Gemeinschaft unterschiedlicher Generationen aus
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Wasserburg/Griesstätt – Wie gut es funktionieren kann, wenn tatsächlich verschiedene Generationen an einem Tisch sitzen, zeigt das Projekt „Alt und Jung – gemeinsam aktiv“, das seit vielen Jahren stattfindet.

Hier ist der Name Programm: Im Mehrgenerationenhaus in Wasserburg treffen sich regelmäßig Menschen unterschiedlichsten Alters, um gemeinsam ein paar lebendige Stunden zu verbringen. Sei es kreativ beim Basteln, oder sich gemeinsam betätigen mit sportlichen Aktionen, auch beim Backen haben alle viel Spaß zusammen.

Der Hintergrund dieses Projekts, das seit sechs Jahren stattfindet, hat viel Gespür und sinnvollen Gedanken im Gepäck. Dient es doch dem Praktischen Erlernen der Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Altenpflege in Altenhohenau mit Trägerschaft des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising.

Die Auszubildenden gestalten für die ihnen zugeteilte Kleingruppe mit jeweils einigen Kindern und Senioren aus der Umgebung Aktivitäten, die alle verbinden soll. Dabei gehört es dazu, sich sicher und menschennah an diese Aufgabe heranzuwagen. er projektbezogene Nachmittag findet 1 x im Monat statt.

Fotos vom Projektnachmittag

Praxis toller als Theorie

Auch Schulleiter Franz Winkler ist davon überzeugt, dass dies der richtige Weg sei, den Schülern den praktischen Alltag näher zu bringen: „Wir könnten in dem Fach „Lebenszeit- und Lebensraumgestaltung“ natürlich auch theoretisch unterrichten. Doch wir versuchen es, in die Praxis zu übertragen, weil wir nicht nur die Inhalte vermitteln wollen. Wesentlich nachhaltiger lernen die Schüler dies direkt vor Ort. Eine echte Herausforderung, mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten zu arbeiten. Das zu schaffen, ist aber mit Sicherheit eine positive Geschichte für die Absolventen“. Der Leiter der Altenhohenauer Schule für Altenpflege behält Recht.

In den einzelnen Gruppen vorbei geschaut, merkt man Anspannung und Freude zugleich. Die Schüler werden gerade benotet, alle Anwesenden arbeiten fleißig an den vorbereiteten Aktivitäten.  Beim Basteln hat die Vierjährige genauso viel Spaß wie die 93-Jährige aus dem Altenheim. Mit viel Gespür für die unterschiedlichen Charaktere geht die verantwortliche Schülerin auf diese Aufgabe zu. Es macht ihr sichtlich Spaß, alles funktioniert gut. Schön zu bemerken, dass alle auch ins Gespräch kommen. Tatsächlich eine große Gemeinschaft.

„So soll es auch sein“, zeigt sich Petra Gropp vom Mehrgenerationenhaus in Wasserburg zufrieden. Sie betreut seit sechs Jahren dieses Projekt und findet, dass es sich gut entwickelt hat: „Es wird gut angenommen, auch die Berührungsängste sind weg, das ist super. Es bringt allen Generationen was. Dieses Zusammenspiel ist eine tolle Sache“.

In einem anderen Raum des MGH in der Burgau in Wasserburg wird gerade gebacken. Der Schulleiter ist sehr überrascht, dass sein Schüler sich heute für das Backen entschieden hat.Doch gekonnt vermittelt der Pflegeschüler den Beteiligten, welche Zutaten in die Schüssel sollen. Ausgelassene Stimmung herrscht, es wird gelacht und eine zunehmend lockere Atmosphäre ist zu spüren. Auch das gemeinsame Warten, bis die Muffins fertig sind, gestaltet sich sehr angenehm. Der Schüler hat im wahrsten Sinne „seine Hausaufgaben gemacht“ wie es scheint.

Hier merkt man durchaus, dass einem der Kontakt mit Menschen aber auch liegen muss. Denn die Schülerinnen und Schüler haben stetig mit Leuten zu tun im zukünftigen Berufsalltag.

Quelle: rosenheim24.de

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