Running Gag zu Ende! Fahrt in Wasserburg Ost frei

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Tip Top fertig und bereits im Praxistest
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Wasserburg - Es gleicht einem schlechten Scherz, wenn man berichtet bekommt, dass die ersten Erwägungen für den Kreuzungsumbau bereits im Jahr 1971 stattfanden. Endlich wurde gehandelt. 

Enorm viele Unfälle. 2 davon mit Todesopfern. Hinzu kommen mehrere Verletzte. Viel Blechschaden. Zudem noch Rückstau bis kurz vor Penzing wegen langer Wartezeiten beim Abbiegen. Zweifelsohne war es keine schöne Zeit ohne den Kreuzungsumbau im Wasserburger Osten.

Dieser ist nun abgeschlossen und offiziell für den Verkehr freigegeben: Die letzte Planke wurde symbolisch zur Seite gerückt.

Bürgermeister Michael Kölbl, Annemarie Biechl, die sich im Frühjahr noch engagiert hatte für dieses Projekt, und auch alle weiteren Anwesenden von Bauamt und Fertigungsfirmen wirkten zufrieden: „Das Projekt hatte lang genug in der Schublade verweilt“, wetterte Michael Kölbl. „Wir sind froh, dass sich die Verkehrssituation jetzt endlich entspannen kann“.

Auch Bauoberrat Frank Ruckdäschel vom Staatlichen Bauamt Rosenheim sieht den positiven Effekt: „Mit der neuen Verkehrsführung ist es nicht mehr erforderlich, nach links von der Bundesstraße abzubiegen oder nach links auf die Bundesstraße einzubiegen. Die Hauptursache der vielen Verkehrsunfälle ist damit beseitigt“.

Die Bauarbeiten wirkten einem „Hau-Ruck-Verfahren“: Anfang des Jahres 2013 hat es noch nicht so ausgesehen, als würde Bewegung in dieses Projekt kommen.

Zufälligkeiten gibt es

Plötzlich wurde es zum Politikum, das Wasserburger Stadtoberhaupt hat sich erneut für das Anliegen stark gemacht und prompt kam die Zusage für den Finanzierungsplan.

Böse Zungen, so Kölbl augenzwinkernd, könnten vermuten, dass es ein klein wenig mit der damals bevorstehenden Landtags- und Bundestagswahl zu tun gehabt habe, dass kurzum doch die Finanzierung gelöst werden konnte.

Die Stadt Wasserburg hat zudem noch kurzfristig einen angrenzenden Grund an den Freistaat Bayern veräußert und somit die Bauarbeiten beschleunigt.

Richtungsweisender Schritt in Sachen Verkehrssicherheit

Alle Beteiligten sind sich einig: Die Verkehrssicherheit wurde deutlich verbessert. Die viel befahrene Anschlussstelle konnte an Gefahrenpotential verlieren und der Weg ist ab sofort auch offiziell frei für den Straßenverkehr.

Viel Verkehrsbehinderungen gab es ohnehin nicht während der Baumaßnahme. Dennoch sei den Verkehrsteilnehmern der Region herzlich gedankt, hieß es vom Staatlichen Bauamt.

Großen Dank sprach auch Michael Kölbl aus. Zum einen dem früheren Stadtbaumeister Manfred Förtsch, der in der Stadtverwaltung viel für das Anliegen des Brennpunktes zwischen B 304 und Staatsstraße 2092 erarbeitet hat. Außerdem der ehemaligen Landtagsabgeordneten Annemarie Biechl, die sich vor ihrem Ruhestand noch für dieses Projekt stark gemacht hatte.

Die Fertigstellung der Anschlussstelle in Zahlen ausgedrückt

Die Bauzeit von gerade mal fünf Monaten wurde korrekt eingehalten, man hätte sogar etwas zügiger die Fertigstellung abschließen können, hieß es von den Verantwortlichen während dem Informationsaustausch vor Ort.

Mehr als 4.000 m³ Erdreich wurde ausgebaut.

Der Straßendamm in Zahlen von 13.000 m³ klingt enorm.

Eine Gesamtfläche von 4.700 m² Straße wurde asphaltiert.

Das gute Zusammenspiel aus "Finanzjongliererei" zwischen Bundesrepublik Deutschland und Freistaat Bayern hat dem Projekt nun also den lang ersehnten Startschuss gegeben und den Ziellauf eingeläutet.

Knapp 1 Million Euro wurde aufgeteilt. Dabei richtete sich der Anteil an den Straßenbreiten.

Letzte Barke weg - Anschlussstelle frei!

Jetzt rollt der Verkehr. Zumeist haben sich die Verkehrsteilnehmer schon an die neue Situation gewöhnt. Mit der erfolgten Bauabnahme kann nun eine Normalität einziehen in den Wasserburger Osten. Zumindest in Sachen Verkehrsalltag.

Quelle: rosenheim24.de

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