Antrag von CSU und Wasserburger Block

Neugestaltung des Marienplatzes zur Barrierefreiheit auf Eis legen?  

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Der Gang unter den Arkaden des Kernhauses ist bei weitem nicht barrierefrei. Im Zug der Neugestaltung des Marienplatzes soll sich das ändern. CSU und Wasserburger Block plädieren jetzt aber für eine Verschiebung des 2016 gefassten Beschlusses. 
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Wasserburg - Vor über einem Jahr beschäftigte sich der Bauausschuss mit dem Engpass unter den Arkaden vom Gries herauf Richtung Bruckgasse auf Höhe des Kernhauses. Im Zuge einer Neugestaltung des Marienplatzes wurde ein Beschluss zur Verbesserung der Barrierefreiheit gefasst. Jetzt gibt es aber neue Gesichtspunkte zur Sachlage: 

Der Beschluss zur Neugestaltung des Marienplatzes wurde bereits im Juni 2016 gefasst. Die Bauausschussmitglieder entschieden sich damals für die Variante der Gehwegverbreiterung und den Wegfall von vier Stellplätzen. Damit solle mehr Platz und Barrierefreiheit geschaffen werden. Mit 5:2 Stimmen beschlossen ging die Durchführung der Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit am Marienplatz in die nächste Planungsphase

Erneute Gespräche mit betroffenen Grundstücksbesitzern? 

Jetzt, ein Jahr später, flammt die Thematik der Umgestaltung wieder auf. Wie Oliver Winter, Sprecher der CSU/WBl-Fraktion, gegenüber wasserburg24.de erklärt, wurden mit den Grundstücksbesitzern Gespräche bezügliche kostengünstigerer Alternativen geführt: "Scheinbar hat sich ein betroffener Hausbesitzer dagegen ausgesprochen, eine barrierefreie Umgestaltung durch die Entfernung von zwei Stufen vornehmen zu lassen. Die Verwaltung aber will den Beschluss von 2016 nach der Sommerpause des Stadtrates umsetzen." 

Ohne das Einverständnis zu den Umbaumaßnahmen auf seinem Privatgrund unter den Arkaden müssten die bisherigen Planungen der Stadt jedoch überarbeitet werden. Winter weiter: "Meine Fraktion ist der Meinung, dass noch einmal Gespräche geführt werden sollten und/oder mit der Maßnahme gewartet wird. Außerdem soll so eine wichtige und teure Maßnahme nicht nur vom Bauausschuss, sondern vom ganzen Stadtrat besprochen und beschlossen werden." 

Beschluss von 2016 vorerst auf Eis legen?

Die CSU und der Wasserburger Block stellten infolgedessen einen Antrag, die Neugestaltung des gesamten Areals zurückzustellen und grundsätzlich zu überdenken. Es habe sich durch die Ablehnung des Anwohners eine neue Sachlage ergeben. Zudem würde mit der Umsetzung des über ein Jahr alten Beschlusses vier Stellplätze am Marienplatz wegfallen. Angesichts der erst kürzlich beschlossenen Einführung von Parkgebühren in den Parkhäusern stelle dies eine weitere Verschlechterung der Parkplatzsituation für die Besucher und Kunden der Stadt dar.

Wann der Antrag behandelt wird liegt in der Entscheidung der Stadtverwaltung. In der Regel werde das Thema nach Einschätzung von Winter wohl bereits in der nächsten Sitzung des Stadtrates am 28. September auf der Tagesordnung stehen. 

 mb

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