Ergebnisse aus der Bürgerforumsdiskussion

Die Reitmehringer wollen ihren "Dorfcharakter" zurück

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Täglich stehen mehrere 1000 Autofahrer in beide Richtungen an der Schranke der Bahnüberführung. Hier wünschen sich die Reitmehringer eine zeitnahe Lösung. 
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Wasserburg - Neben der Problematik rund um die B304 und die Bahngleise wünschen sich die Reitmehringer ihren "dörflichen Charakter" zurück. Das wurde bei der Bürgerforumsdiskussion vergangene Woche deutlich. Welche Auswirkungen und Ziele haben sich aus dem Treffen der Bürger im Schützenheim ergeben? 

"Was die Leute wirklich bewegt, ist, dass sie in Reitmehring sehr viel Geduld aufbringen müssen und vieles so lange dauert". Mit diesen Worten fasst Edith Stürmlinger im Namen des Bürgerforums den Diskussionsabend im Schützenheim vom 20. September zusammen. 

Hauptproblem: Die Zeiten der Bahnschrankenschließung

Den Reitmehringern reicht es in erster Linie mit der Situation rund um die Bundesstraße B304. Hier drohe laut Stürmlinger der "Geduldsfaden zu reißen". Besonders die mangelnde Kommunikation von Seiten des Staatlichen Straßenbauamts zehre an den Nerven. "Große Empörung herrschte aber auch zu Recht über die Schrankenschließungszeiten an den Gleisen", so Stürmlinger weiter. 

"Die Reitmehringer bitten die Stadt und den Bürgermeister, zusammen mit der Südostbayernbahn eine baldige Verbesserung der Situation zu erreichen. Es leiden ja nicht nur die Reitmehringer. Täglich stehen mehrere 1000 Autofahrer in beide Richtungen an der Schranke, so kann das nicht weitergehen." Man müsse schnellstmöglich eine bessere technische Lösung findet, die Schließungszeiten zu minimieren.

Dorfcharakter mit Bürgersaal und Nahversorgung erwünscht

"Was bei der Diskussion auch deutlich wurde: Den Reitmehringern liegt ihr Dorfcharakter sehr am Herzen", erklärt Stürmlinger weiter. Der sei leider nicht mehr so ersichtlich. "Wir sind ein Dorf und wir wollen ein Zentrum in der Dorfmitte, in dem man sich trifft. Was die Reitmehringer brauchen, ist ein Bürgersaal oder am besten ein Wirthaus mit einem großen Saal, in dem man sich treffen kann. Ich sehe es am Schützenheim, das war bei der Diskussion am Mittwochabend mit 72 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt", betont Stürmlinger. 

Auch eine Metzgerei sei längst überfällig. Nahversorgung und Infrastruktur in Reitmehring müssten laut Stürmlinger dringend auf den neuesten Stand gebracht werden. "Es gibt hier am Ort keine Einkaufsmöglichkeiten, die man zu Fuß oder mit dem Radl erreichen kann, bis auf die Bäckerei und die Hofläden", bedauert Stürmlinger, die selbst in Reitmehring wohnt. Man könne sich auch eine Verbesserung der Situation durch einen Dorfladen vorstellen. 

Die weiteren Themen, die die Reitmehringer umtreibt:

  • Benachteiligung gegenüber der Altstadt
  • Schlechter Zustand von Straßen, Geh- und Radwegen
  • Besserer Kommunikation mit der Stadtverwaltung
  • Missachtung des Zebrastreifens an der Megglestraße von Autofahrern  - Vorschlag der Anbringung von Blinklichtern
  • Schulwegsicherheit auf der Megglestraße und in der Bahnhofstraße - Zeitnahe Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen

Gemeinsam Ziele erarbeiten

Zusammen mit den Stadträten der anderen Fraktionen will das Bürgerforum nun in punkto Reitmehring jetzt Schritt für Schritt Lösungen erarbeiten. "Das Bürgerforum steht nicht alleine da", freut sich Stürmlinger. "Wir wollen an alle Fraktionen herantreten, ob sie sich für Reitmehring einsetzen wollen. Einige haben bereits ihre Unterstützung zugesagt." 

 "Als erste Gemeinschaftsaktion der Vereine und Räte ist ein Fragebogen geplant, der ans Licht bringen soll, was die Reitmehringer wirklich bewegt und welche Wünsche sie haben", so Stürmlinger abschließend. 

Bürgerforum Wasserburg/mb

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