Basketball-Bundesliga der Damen

Wasserburgs Trainerin Sidney Parsons: „Mit viel Herz die Chance nutzen“

Die Aussichten auf einen Erfolg könnten besser sein. Nur ein Sieg in Osnabrück. bringt die Chance auf den Halbfinal-Einzug zurück. Aber Sidney Parsons, Trainerin des TSV Wasserburg, gibt sich vor dem Rückspiel ihrer Mannschaft im Play-off-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga der Damen kämpferisch.

Wasserburg– Freilich steht der TSV Wasserburg mit dem Rücken zur Wand. Die Bundesliga-Basketballerinnen vom Inn haben das erste Play-off-Viertelfinale gegen Osnabrück verloren und müssen nun auswärts gewinnen, um nicht vorzeitig in die Sommerpause zu gehen. Auf der Fahrt nach Niedersachsen hat die OVB-Sportredaktion mit Trainerin Sidney Parsons gesprochen.

Mit welchem Gefühl reisen Sie nach Osnabrück?

Sidney Parsons: Wir sind schon angeschlagen, fahren mit sechs Spielerinnen dort hin. Uns fällt nun auch Elisa Hebecker aus, die im Training umgeknickt ist und sich die Außenbänder gerissen hat. Es war ha schon die gesamte Saison so, dass wir viele Verletzte hatten. Aber so habe ich das als Coach noch nie erlebt. Dennoch wollen wir dort gewinnen.

„Osnabrück ist eine super Mannschaft“

Gegen Osnabrück gab es in der Hauptrunde zwei Siege und zuletzt die Niederlage. Warum ist das Team jetzt so gefährlich?

Parsons: Osnabrück ist eine super Mannschaft und gehört eigentlich auf Platz vier. Aber auch da gab es Verletzungsprobleme. Und auch unsere zwei Siege waren schon knapp, einmal waren drei Viertel sehr eng, im zweiten Spiel lagen sie sogar mit 14 Punkten vorne.

Was muss nun besser werden?

Parsons: Wir können unsere personelle Situation nicht kontrollieren. Was wir aber kontrollieren können, das sind die Kleinigkeiten. Osnabrück hatte 14 Offensiv-Rebounds, unser Ziel ist eigentlich immer, dass wir den Gegner unter sieben Rebounds halten. Das können wir besser machen.

„Überragende Wurfquote und ein großes Herz“

Und das geht auch mit einem kleinen Kader!

Parsons: Ja. Gegen Keltern haben wir auch mit sechs Spielerinnen gewonnen. Da hatten wir eine überragende Wurfquote und ein großes Herz. Im Basketball kommt so viel über das Herz! Wenn die Einstellung da ist, dann haben wir auch eine Chance. Und: Wer das erste Spiel gewinnt, der hat den Druck auf seinen Schultern. Wir werden ohne Druck aufspielen und alles versuchen.

Ist Ihnen bewusst, dass das Ihr letztes Spiel mit Wasserburg sein könnte?

Parsons: Ja. Ich habe meine Entscheidung, Wasserburg nach der Saison zu verlassen, im Januar getroffen. Mehr will ich dazu aber nicht sagen, weil ich mich mit meiner Mannschaft auf die Play-offs konzentriere. Und ich hoffe, dass wir da noch ein paar Spiele haben.

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