Diskussion im Bauausschuss Wasserburg *Mit Voting* 

Spielhalle mit mehr als 12 Automaten im Netto-Untergeschoss? 

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In der Molkerei-Bauer-Straße 14 soll kein Umbau in eine Spielhalle erfolgen. 
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Wasserburg - Eine Spielhalle in der Innstadt - diese Idee schlug bei der Stadtverwaltung nicht auf Gegenliebe. Der Bauausschuss legte ein Veto gegen einen Antrag auf Umbau in der Molkerei-Bauer-Straße 14 ein. 

Konkret handelt es sich bei dem zur Umnutzung geplanten Gebäude um das Untergeschoss, in dem aktuell auch der Netto-Markt und der Drogeriemarkt Rossmann untergebracht sind. 

Der Antragsteller plant einen Umbau und eine Nutzungsänderung von den vorhandenen Büro- und Sozialräumen in eine kerngebietstypische Spielhalle auf einer Fläche von rund 151 Quadratmetern. 12 Automaten und weitere Unterhaltungsautomaten sollen in dem Gebäude aufgestellt werden. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Samstag von 9 bis 3 Uhr morgens geplant sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr morgens

Zu groß in den Augen des Bauausschusses

Die Mitglieder des Bauausschusses waren sich in ihrer Sitzung am Donnerstagabend des 28. Mai allerdings einig, dass eine Spielhalle an der Stelle am Ortsrand nicht in Frage käme. 

Der primäre Grund dafür sei die Fläche der geplanten Halle, wie es Bürgermeister Michael Kölbl im kleinen Rathaussaal kurz und knapp erläuterte: "Die Spielhalle ist im Hinblick auf die Größe der Nutzfläche von mehr als 100 Quadratmetern eine kerngebietstypische Vergnügungsstätte, die auf Grundlage von Paragraph 8 der Baunutzungsverordnung aus dem Jahr 1968 im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nummer 9, 'Tegernau' nicht zugelassen werden darf. Der Vorschlag der Verwaltung ist deshalb, dem Antrag nicht zuzustimmen." 

Einstimmig lehnten die Mitglieder des Bauausschusses daher den Antrag auf Errichtung einer Spielhalle in der Molkerei-Bauer-Straße 14 ab. 

In diesem Gebäude im Untergeschoss des Netto-Marktes hätte die Spielhalle entstehen sollen. 

Auch beim nahe gelegenen "Wohnpark Tegernau", das die Stadt als erste Kommune im Landkreis als sogenanntes "urbanes Gebiet" ausgewiesen hat, drückten die Räte damals im Februar 2018 ausdrücklich ihren Wunsch aus, dass in dem Mischgebiet, das ein Verhältnis von 50:50 Wohnen und nicht störendem Gewerbe darstellt, eine Spielhalle nicht entstehen soll. 

Ihre Meinung zu dem Thema: 

mb

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