Stadt lässt nicht mit sich spielen

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Eine unendliche Geschichte? Immer wieder flattern Anträge von Spielhallen-Betreibern ins Rathaus, bislang gab es stets ein klares Nein gegen solche Einrichtungen. Dem Bauausschuß sind jeweilige Einzelfallentscheidungen am liebsten.
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Wasserburg - „Die Burgau ist wahrlich keine Umgebung für eine Spielhalle, egal in welcher Größe“ sind sich die Bauausschußmitglieder einig. Erneut hat ein Spielhallenbetreiber versucht, sich zu verwirklichen.

Kein Erfolg für einen weiteren Antrag, die bestehende Plastikfabrik in der Nördlichen Burgau in eine Spielhalle und Erlebnisgastronomie umzuwandeln. Der Bauausschuß hat sich gegen eine derartige Nutzungsänderung ausgesprochen. Die drei verschiedenen Antragsmodule spielten während der Diskussion nur kurz eine Rolle. So zeigten sich manche Ausschußmitglieder äußerst entrüstet darüber, dass die magische Grenze von 99 Quadratmetern als eine der Antragsausführungen eingereicht wurde. Somit steht fest: Es wird keine Spielhalle und Erlebnisgaststätte in der Nördlichen Burgau geben. Nicht mit 194 Quadratmetern, nicht mit 144 Quadratmetern und ebenfalls auch nicht mit 99.

Immer wieder kommt es zu solchen Anträgen, Bürgermeister Michael Kölbl spricht sich jedoch auch zukünftig für Einzelfallentscheidungen aus, weil er sonst zentrale Systemstandorte befürchtet. „Ganz klar sehe ich hier in der Nördlichen Burgau verschiedenste gute Gründe, keine Spielhalle oder Erlebnisgaststätte zu erlauben, weil mehrere Faktoren gegen eine solche Einrichtung sprechen“, so der Rathauschef.

Nahegelegen befindet sich ein Kindergarten, das Mehrgenerationenhaus, ein Pflegeheim, viele Familien in den Wohngebäuden und das kbo Inn-Salzach-Klinikum, das eine Suchtklinik, unter anderem mit Therapieplätzen für Spielsüchtige. Es sei eine störanfällige Umgebung, die es zu schützen gilt, heißt es von Kölbl weiter. Man könnte für eine derart kontraproduktive Einrichtung wie eine Spielhalle daher kein Einvernehmen geben.

Quelle: rosenheim24.de

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