Geplante Bebauung auf Grundstück der Klosterschänke 

Grünes Licht für Dreispänner in Attel - Doch die BI ist nicht glücklich 

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Die Klosterschänke in Attel wird bald abgerissen. 
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Wasserburg - Nach unzähligen Debatte steht nun fest, welche Art von Häusern auf dem Grundstück der ehemaligen Klosterschänke in Attel enstehen werden. Der Stadtrat gab jüngst grünes Licht für die aktuellen Pläne - die Bürgerinitiative allerdings ist nicht voll und ganz zufrieden. 

Im Oktober 2018 entschied der Stadtrat, dass auf dem Grundstück drei Dreispänner mit insgesamt neun Wohneinheiten entstehen sollen. Die Räte waren sich einig, dass das genau die Verdichtung sei, die der Bereich vertrage. 

Nicht so sehen das die Mitglieder der "Bürgerinitiative zum Erhalt des dörflichen Charakters in Attel", wie Andrea Bast stellvertretend erklärt. Zu mächtig und unpassend fürs Ortsbild des kleinen ländlichen Attels - das waren und sind die Hauptargumente gegen den ursprünglich geplanten massiven Wohnkomplex. Sie erhoben deshalb Einwände gegen die geplante Bebauung auf dem Grundstück der Klosterschänke. 

Kritik am Flächenfraß 

"Wir wünschen uns nach wie vor am liebsten Einfamilienhäuser - aber dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen wird, war uns vorher schon bewusst. Wir kämpfen sei Anbeginn der Planungen gegen dieses Projekt und sind auch jetzt nicht zufrieden. Wir sind weiterhin der Meinung, dass die vorgesehene Bebauung mit den drei parallelen Baukörpern nicht gestalterisch ausgereift ist. Es wurden bis jetzt keine Alternativen zum bestehenden Plan vorgeschlagen. Auf der einen Seite rettet man die Bienen und auf der anderen Seite folgt der Flächenfraß", unterstreicht Bast ihr Unverständnis.

Bedenken hegt die BI auch gegen die Maßfestsetzung: Das nach der Rechtssprechung erforderliche Summenmaß sei nicht festgelegt worden. Bast erklärt dazu: "Es wurde hier eine Grundfläche festgelegt sowie eine Überschreitungsregelung für einen Teil der Anlagen. Da nach der Festsetzung die Zufahrtstraße nicht einzurechnen ist, wird ein Gesamtsummenmaß, sprich die Gesamtversiegelung, nicht festgesetzt." 

Des Weiteren prangert die Initiative an, dass die festgesetzten Grundflächen deutlich größer seien als die festgesetzten Bauräume: 900 statt 702 Quadratmetern. Die Addition der drei Baufenster ergebe laut Rechnung der BI aber eine Grundfläche von rund 700 Quadratmetern. Bast betont: "Wir können uns nicht erklären worin diese Abweichung von etwa 200 Quadratmetern begründet ist." Zudem sei der Abstand zur bestehenden Bebauung noch immer nicht ideal in den Augen der BI. 

Zeitnaher Abbruch der Klosterschänke

Die Klosterschänke ist zwar nicht mehr in Betrieb, das Gebäude steht aber noch, lediglich ein paar Ziegel wurden bereits abgebrochen. Ein vollständiger Abbruchantrag liege laut Wasserburgs Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann allerdings noch nicht vor.

Die Einwände der BI seien zwar behandelt, am Grundgerüst der Planung allerdings werden sie nicht mehr viel ändern. Laut Herrmann habe die BI im Laufe der Debatten um Art und Weise der künftigen Bebauung der ehemaligen Paukergrundstücke doch einiges erreicht - vor allem wenn man die anfänglichen Pläne eines massiven Wohnblocks betrachte. Abstände und Höhe der Häuser seien beispielsweise auf Wunsch der Initiative angepasst worden. 

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mb

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