Neue Details zur Bebauung in Attel 

Klosterschänke-Grundstück: Bebauungsplan soll Licht ins Dunkel bringen 

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Reihenhäuser statt Wohnkomplex? Jetzt soll ein konkreter Bebauungsplan für das Grundstück der Attler Klosterschänke aufgestellt werden. 
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Wasserburg - Die Debatte um die Bebauung des Klosterschänke-Grundstücks in Attel hat nun den Stadtrat erreicht. Setzt sich die Alternative Reihenhäuser statt Wohnkomplex durch oder werden die Karten komplett neu gemischt? 

Zahlreiche Mitglieder der neu gegründeten "Bürgerinitiative zum Erhalt des dörflichen Charakters in Attel" waren erschienen, um den Änderungsbeschluss im Wasserburger Stadtrat zu verfolgen. Im Fokus stand Punkt vier der Tagesordnung: "Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 37 'Ehemalige Paukergrundstücke' in Attel". 

"Wir sind guter Dinge, dass der Beschluss für uns positiv ausfällt", sagte BI-Gründungsmitglied Cindy Limmer noch vor Beginn der Sitzung am frühen Donnerstagabend. 

Von Wohnkomplex über Reihenhausanlage bis zu Bebauungsplan

Diskussion bei BI-Gründung: "Das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen"

Ob sie damit Recht behalten würde? Bürgermeister Michael Kölbl erläuterte den Räten vorab die Entwicklung der Debatte: Eingangs hat der Bauträger eine Voranfrage an den Bauausschuss für ein mehrgeschössiges Bauwerk gestellt, die die Mitglieder einstimmig ablehnten. Daraufhin ruderte er zurück und reichte einen veränderten Vorbescheidsantrag auf die Errichtung von zehn Reihenhäusern ein. 

Im Rahmen der Diskussion und in Anbetracht der Wünsche der Bürgerinitiative, die sich eine weniger dichte Bebauung auf dem Klosterschänke-Grundstück vorstellen, empfahl der Bauausschuss dem Stadtrat, nun zuerst einen Bebauungsplan aufstellen zu lassen. Die Option einer Veränderungssperre stand ebenso im Raum. 

Veränderunssperre nicht mehr nötig

 "Wir haben die Angelegenheit in einem konstruktiven Gespräch unter anderem mit Verantwortlichen aus dem Landratsamt als auch mit den Mitgliedern der Bürgerinitiative erörtert", erklärte Kölbl weiter. "Auch der Bauträger ist mit der Aufstellung eines Bebauungsplans samt Übernahme der entstehenden Kosten einverstanden. Demnach ist die Notwendigkeit einer Veränderungssperre nicht mehr gegeben." 

Die Räte befürworteten den Beschluss einstimmig. Es soll nun mit Einbindung des Städteplaners Michael Leidl ein Bebauungsplan für die ehemaligen "Paukergrundstücke" aufgestellt werden. Des Weiteren ist ein Modell zum Bauplan vorgesehen, damit man sich, wie Städtebaumeisterin Mechtild Herrmann abschließend ergänzte, die geplante Bebauung besser vorstellen könne. 

mb

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