Stummfilm wegen Museums-Ausstellung

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Willy Herzig: Die Lichter von Berlin. Titel eines Notenblatts zur gleichnamigen Revue von Rudolph Nelson. 1927

Wasserburg - Schon bei der Eröffnung der Sonderausstellung "Veronika, der Lenz ist da" hat Museumsleiterin Sonja Fehler auf das Begleitprogramm hingewiesen. Jetzt wird zum Stummfilm eingeladen.

Im Rahmen des Begleitprogramms zu Sonderausstellung „Veronika, der Lenz ist da!“ zeigt das Kino Utopia am kommenden Samstag um 20.00 Uhr den Stummfilm „Berlin, die Sinfonie der Großstadt“ mit Livevertonung von Peter Ludwig am Klavier und Sarah Koper am Saxophon.

Flyer Begleitprogramm

"Berlin 1931: Der dokumentarische Film beschreibt einen Tag in der Großstadt Berlin in den 1920er Jahren. Er beginnt mit einer Bahnfahrt: Ein von einer Dampflokomotive gezogener Schnellzug fährt durch Wiesen, Lauben- und Wohngebiete in die Stadt hinein, und grenzt so das Umland von der Großstadt ab. Langsam füllen sich die morgendlich leeren Straßen mit Menschen auf dem Weg zur Arbeit".

Allerorten wird die Arbeit aufgenommen. Immer schneller werden der Rhythmus der Stadt und des Films, und schneller auch die Blenden von den Straßen in die Fabriken und Büros. Mit dem 12-Uhr-Glockenschlag fällt die Geschwindigkeit in sich zusammen. Nach der Mittagspause beginnt sie sich aber am Nachmittag erneut zu beschleunigen. Erst zum Abend hin kehren Entspannung und langsam Ruhe ein.

Auch Freizeitaktivitäten am Wasser und im Park und abends in den Vergnügungsetablissements der Stadt werden gezeigt.

Walter Ruttmann konzipierte seinen Film als dokumentarisches Kunstwerk, das die Großstadt Berlin als lebenden Organismus darstellen sollte. Im langsamen Erwachen der Stadt, in der Hektik des Tages und im langsameren Ausklingen am Abend sah er eine Analogie zu einer Sinfonie. Ruttmann hat die dokumentarischen Filmaufnahmen als Ausgangspunkt für eine Montage genommen, deren Rhythmus hypnotisiert, dem Zuschauer ein Geschwindigkeitserlebnis vermittelt und die einen neuen Sinn erzeugt, der über die Gegenständlichkeit der Filmaufnahmen hinausgeht. Für dieses Projekt arbeitet er mit dem Drehbuchautor Carl Mayer zusammen, der bewusst auf Schauspieler und eine Geschichte verzichtete.

Pressemitteilung Heimatmuseum / Regina Mittermair

Quelle: rosenheim24.de

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