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Wann darf in Wasserburg wieder gefeiert werden?

Disco Universum in den Startlöchern: „Es gibt keinen sichereren Weg als 2G-plus“

Wiedereröffnung Disco Universum in Wasserburg
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Am Abend der Wiedereröffnung im Oktober 2021 nach der coronabedingten Schließung war der Andrang am Eingang der Disco Universum in Wasserburg groß.

Die Freude zur Wiedereröffnung zum Oktober vergangenen Jahres währte nur kurz: Seit 21. November 2021 sind die Clubs bayernweit wieder dicht. Wie lange noch? Und ist die Schließung wirklich sinnvoll? Die Betreiber der Wasserburger Disco Universum sind skeptisch in Anbetracht der Entwicklung des Pandemiegeschehens - und rüsten sich bereits für ein Comeback.

Wasserburg am Inn - Ein umfangreiches Hygienekonzept, Einlasskontrollen, Besucherobergrenzen - Gesichtspunkte wie diese gehören für Nachtclubs heutzutage zur Tagesordnung. Alles unter der Frage: „Wie sieht sicheres Feiern aus?“

Diese Frage stellen sich die Betreiber der Wasserburger Disco Universum häufig. Betriebsleiterin Sandra Nikolic erklärt: „Wir sind davon überzeugt, dass es keinen sichereren Weg als 2G-plus gibt. Ausschließlich geimpfte und genesene Personen mit einem tagesaktuellen negativen Schnelltest - mehr können wir den Leuten nicht zumuten.“

Nach einer sehr kurzen Partysaison waren Bayerns Clubs wieder dicht

Die Nachtclub-Branche befinde sich seit Monaten in schweren Zeiten: „Hin und wieder durften wir mal unsere Türen öffnen, doch von heute auf morgen wurden uns diese wieder geschlossen. Es scheint fast so, als würden die politischen Beschlüsse gewürfelt werden. Aus 3G-plus wurde 2G und schließlich 2G-plus. Hinter diesen ganzen Maßnahmen steckt so viel Zeit, Aufwand und Geld für die Organisation. Trotz allem beklagten wir uns nicht, waren froh, wieder da sein zu dürfen - unter dem Deckmantel des ‚sicheren Feierns‘, das wir unseren Gästen ermöglichten.“

Doch kaum war die 2G-plus-Regel eingeführt, wurde seitens der Regierung das erneute Aus für die Branche beschlossen. „Mit Fassungslosigkeit mussten wir nach einer in Bayern nur sehr kurzen Partysaison gleich wieder schließen“, resümiert Nikolic.

„Treffpunkt für Jung und Alt“

Natürlich sei es gefährlicher, sich beim Furtgehen als beispielsweise beim Einkaufen anzustecken. Das Risiko sei erhöht durch Alkoholkonsum und Tanzen. „Wir wissen, dass wir eine große Verantwortung haben und gehen dementsprechend auch vernünftig damit um. Wir wollen das Infektionsgeschehen durch unsere Branche nicht an die Spitze treiben“, untermalt die Betriebsleiterin.

Leider aber werde „oft übersehen, dass die Discos auch ein „Zufluchtsort für Menschen sind, die ihre stressige Woche vergessen wollen, ein Treffpunkt für Jung und Alt. Wir sind da, um einfach mal den Kopf frei zu kriegen und zu guter Letzt sind wir ein wirtschaftlicher Betrieb, der in der heutigen Zeit um sein Überleben kämpfen muss.“

„Private Hütten und Bauwagen voll mit feiernden Jugendlichen“

Indes diskutiert die Politik über weitere Öffnungsschritte wie in den Bereichen Sport und Kultur. Wegfall der Sperrstunde in der Gastronomie - ein erster Schritt in Richtung Öffnung der Nachtgastronomie? Doch von den Diskotheken ist bislang keine Rede.

„Mit Omikron erhöht sich die Ansteckungsgefahr und zugleich verringert sich die Wahrscheinlichkeit einer notwendigen medizinische Versorgung durch einen möglichen schlimmeren Verlauf“, fährt Nikolic fort. Und dennoch bleiben die Diskotheken geschlossen. Dabei könne man in der Nachtclub-Szene Kontaktpersonen „sehr genau nachverfolgen sowie eine äußerst sichere Kontrolle der 2G-plus-Regelung nachweisen“.

Nikolic selbst sei „fest davon überzeugt“, dass es sicherer sei, in eine Diskothek zu gehen als in ein Fußballstadium mit 10.000 Zuschauern. Dazu komme, dass die Leute immer einen Weg finden werden, zu feiern. Private Hütten und Bauwagen seien jedes Wochenende voll mit feiernden Jugendlichen. Ob dort der 2G-plus-Beschluss sowie eine Kontaktpersonennachverfolgung befolgt werde, stellt Nikolic deutlich in Frage.

„Wir haben also weiterhin geschlossen, während um uns herum große Feiern gemacht werden, die nicht verhindert werden können“, schließt die Betriebsleitung ihre Ausführungen mit einer Frage: „Ist es nicht sicherer, eine Diskothek oder einen Club wieder aufsperren zu dürfen, in dem mit reichlich Personal dafür gesorgt wird, alle geltenden Corona-Maßnahmen durchzuführen, anstatt jedes weitere Wochenende Jugendliche in ihren Hütten feiern zu lassen?“

mb

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