Bürger wünschen sich klassische Biergartenatmosphäre 

Stadt Wasserburg: Wie sehen die Pläne in punkto Biergarten aus? 

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In Wasserburg fehlt ein Biergarten - ist ein neuer in Planung?
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Wasserburg - Gmiatlich, zünftig und boarisch: Das zeichnet den klassischen Biergarten aus, der in der Innstadt fehlt und den sich die Bürger wünschen. Wie sieht es von Seiten der Stadt aus - Gibt es Pläne?

Im Rahmen der Bürgerforumsdiskussion am 15. März in der Wasserburger Schranne wurde der Ruf nach einem Biergarten in der Stadt laut. Scherzhaft hieß es von einem Wasserburger, man könnte doch auf dem Dach des Parkhauses einen Biergarten errichten. Doch geht das überhaupt?

"Das ist eine schöne Idee, aber in der Realisierung durch baurechtliche Vorgaben leider nicht möglich", nimmt Stadtbaumeisterin Mechthild Herrmann die Euphorie. "Die Parkhäuser in Wasserburg sind eigene Baukörper. In der Garage kann nicht einfach so ein Biergarten integriert werden." Allein der Brandschutz und die ganze Infrastruktur mit Wasserleitungen und sanitären Anlagen, mit der ein Biergarten ausgestattet sei, machen der Stadt einen Strich durch die Rechnung. Die Garage sei außerdem bereits mit Stellplätzen ausgestattet, es fehle an Platz.

Die Höhe ist nicht das Problem 

Herrmann weiter: "Bei einem Neubau könnte man über diese Möglichkeit durchaus nachdenken, bei bereits bestehenden Gebäuden sind uns bedauerlicherweise die Hände gebunden." Dabei wäre die Höhe an sich gar nicht der springende Punkt. "Auch an höheren Lagen entstünden Biergärten, die dann entsprechend gesichert seien. Die bauordnungsrechtlichen Grundlagen seien das Problem: Einen Biergarten im Baubestand eines Parkhauses zu errichten sei unmöglich. 

Auch beispielsweise auf dem Flachdach des renovierten Aluede-Gebäudes, in dem unter anderem die Modekette H&M sitzt, werde es schwierig mit der Umsetzung eines Biergartens. "Es handelt sich hier um eine Privatgebäude, das Dach ist bereits seit der Sanierung ausgestattet mit technischen Anlagen und Lüftungen", sagt Herrmann. Ob eine Art Biergarten überhaupt jemals auf dem Dach des Gebäudes geplant war, dazu hat die Stadt keine Erkenntnisse

Wie sehen die Zukunftspläne in punkto Biergarten aus?

Wasserburg ist auf der Suche nach einem Ersatz, seit der Biergarten am Fletzinger-Areal Geschichte ist. Ein Hindernis sei laut Herrmann, dass der Stadt keine freien Grundstücke zur Verfügung stehen. "Außerdem muss unterschieden werden zwischen dem klassischen Biergarten unter Kastanien und einer Gastronomie mit Freifläche in der Altstadt. Um einen neuen Biergarten in Wasserburg ins Leben zu rufen müsste eine Privatfläche vorhanden sein.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer in Form einer Übergangslösung gibt es aber für die Wasserburger: Die "Cafesitobar" am alten Bahnhof plant für den Sommer 2017 einen kleinen Biergartenbetrieb auf dem Bahnhofsplatz zwischen den Bäumen am Brunnen. "Die Idee ist fix", erklären die Betreiber auf Nachfrage von wasserburg24.de, "sobald das Wetter sich von seiner warmen und schönen Seite zeigt, wird der Biergarten geöffnet." Es fehlen nur noch die genauen Öffnungszeiten - ob bis 22 oder 23 Uhr - sowie eine Speisekarte. 

mb

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