Neue Details zum mutmaßlichen Täter

Bombendrohung in Wasserburg: Verdächtiger mit „psychischen Auffälligkeiten“

Polizei
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Wegen einer Bombendrohung wurde ein Wohnhaus in Wasserburg geräumt.

Wasserburg am Inn – Am Samstagnachmittag, 15. August, kam es in der nördlichen Burgau wegen einer Bombendrohung gegen einen privaten Haushalt zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Eine tatverdächtige Person (54) konnte bereits festgenommen werden, allerdings ist er derzeit nicht vernehmungsfähig.

Ein Tatverdächtiger, wohnhaft in Blankenburg in Sachsen-Anhalt, wurde von der Polizei in den frühen Abendstunden am Samstag, 15. August festgenommen und stehe in Verdacht für die Bombendrohung in Wasserburg verantwortlich zu sein. Das bestätigte Ilona Wessner, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Magdeburg, gegenüber wasserburg24.de. Bei der Festnahme in dessen Wohnung habe der 54-Jährige zudem keinen Widerstand geleistet. Bei der Untersuchung der Räumlichkeiten sei nichts Auffälliges gefunden worden.


Bombendrohung in Wasserburg: Motiv noch nicht bekannt

Eine Verbindung zu dem Privathaushalt, gegen das die Bombendrohung einging, bestätigte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, noch am Wochenende. Zum Motiv werden derzeit aus „ermittlungstaktischen Gründen“ noch keine Angaben gemacht. Allerdings sei der Tatverdächtige laut Wessner aktuell „nicht vernehmungsfähig“ und zeige „psychische Auffälligkeiten“. Laut einem Nachbarn käme es im betroffenen Haushalt aber oft zu Streitigkeiten.


Der Anruf mit der Drohung am Samstagnachmittag ging laut Sonntag zuerst bei der Feuerwehr in Wasserburg ein. Es folgte eine großflächige Evakuierung in der Siedlung des betroffenen Hauses. Knapp acht Stunden durften viele Anwohner nicht in ihr Zuhause. Erst gegen 23.35 Uhr gab die Polizei am Samstag Entwarnung. Hier findet Ihr Bilder vom Einsatz.

Sprengstoffexperten mit langer Anreise - sogar mit Hubschrauber

„Der Einsatz hat aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen für die Einsatzkräfte und die Anwohner recht lange gedauert“, schilderte Sonntag. Die Sprengstoffexperten seien aus München und Nürnberg angereist, zudem habe man sie an einem Feiertag auch erst informieren müssen. Sogar mit einem Hubschrauber, der am Krankenhaus landete, wurde Personal eingeflogen.

Der Polizeieinsatz wegen einer Bombendrohung in Wasserburg dauerte bis kurz vor Mitternacht.

Die meisten Anwohner ärgerten sich natürlich darüber, zeigten aber auch Verständnis für den langen Einsatz: „Ich glaube persönlich nicht daran, dass an der Drohung was dran ist. Aber lieber überprüft das die Polizei, ehe doch was Schreckliches passiert“, so ein Nachbar am Samstagabend. Zudem gebe es in der Siedlung viele Gasleitungen, was eine mögliche Bombe noch verschärfen könnte. Am Ende dürften alle froh gewesen sein, dass sich die Drohung als falsch herausgestellt hatte.

jz

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