Neues Polizeigebäude erforderlich

Robert Graf betont: „Ein Neubau muss kommen“

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Hier wird täglicher Polizeialltag geschrieben: Wasserburg braucht jedoch eine neue, moderne Dienststelle. Nun wird gemunkelt, ob ein Neubau nahe dem zukünftigen Klinikmodulen auf dem Gelände des Bezirks möglich wäre.
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Wasserburg – Die Polizeidienststelle in der Altstadt ist in die Jahre gekommen. Ortsfremde Bürger zeigen sich unterschiedlich begeistert. Da heißt es etwa „Bin ich bei versteckte Kamera?“, „ist das schon eine Polizeidienststelle?“, Hier arbeiten Sie immer?“ oder aber auch die Aussage „Das ist ja witzig…seltsam…erschreckend“. Was sagt der Dienststellenleiter dazu?

„Unsere Ausstattung ist nicht mehr zeitgemäß“, betont Robert Graf, der aktuell die Polizeiinspektion Wasserburg leitet. Vieles sei verbesserungswürdig, um ein modernes Arbeiten für die Zukunft zu ermöglichen, so Graf im Gespräch mit wasserburg24.de. Er sei sich fast sicher, dass es nicht mehr viele Dienststellen in derartigem Zustand bei der bayerischen Polizei gebe, zeigte sich Graf überzeugt. Nur noch in wenigen Gebieten würden sich wohl ähnliche Verhältnisse vorfinden, wie hier.

„Ein Neubau ist dringend erforderlich, unter anderem deshalb, weil viele Sicherheitsstandards sonst bald nicht mehr eingehalten werden können“, gibt Robert Graf zu bedenken. Es fehle beispielsweise an einem Innenhof, in dem ein Fahrzeug sichergestellt oder Spurensicherung gemacht werden könnten, so Graf. Zwar gebe es eine Garage, aber dort würden sogar die Dienstfahrzeuge hintereinander parken. „Es ist schon fast ein Stück weit peinlich“, kommt es Graf über die Lippen. Eigentlich müsse es Wertschätzung der Polizeiarbeit sein, brauchbares Material und gute Bedingungen vorzufinden.

„Ich ziehe den Hut vor denjenigen Kollegen, die hier schon seit vielen Jahren ihren Dienst verrichten und trotz der Verhältnisse, die nicht optimal sind, mit so viel Motivation arbeiten“, betont Graf. Eins sei klar, so der Dienststellenleiter, diese Dienststelle mit den Gegebenheiten, wie man sie derzeit vorfinde, sei kein Motivationsfaktor. Natürlich mache jeder Polizeibeamte seinen Job, doch eine Dienststelle mit zeitgemäßen Begebenheiten würde die Mannschaft noch mehr motivieren. „Motiviert dahingehend, dass die Kollegen einfach das Gefühl haben, dass der Einsatz und die Arbeit respektiert werden“, so Graf. Ein gescheites Arbeitsumfeld sei schließlich in jedem Job wichtig.

Die Standortfrage bleibt

Wo möglicherweise eine neue Polizeidienststelle in Wasserburg Sinn machen würde, werde vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd geprüft. Regularien müssten erfüllt werden, die Anbindung müsse stimmen. „Von unserer Seite her wäre ein möglicher Standort mit Nähe zu den uns betreffenden Bundesstraßen Recht“, so Graf gegenüber wasserburg24.de. Es sei sogar statistisch belegbar, dass es im Einzugsgebiet der Polizei Wasserburg besonders viele Unfälle gebe, die bearbeitet würden. Wünschenswert sei ein Standort, von dem aus man schnell in der Altstadt sei und dennoch schnell genug an den Bundesstraßen.

„Die Stadt Wasserburg ist eine von 12 Kommunen, die wir zu betreuen haben, daher ist eine direkte Nähe zur Altstadt nicht zwingend notwendig“, sieht Graf den Standort teils flexibel. Er verstehe freilich die Hoffnung der Stadt, dass eine neue Polizeidienststelle sehr altstadtnah gebaut werde. Die Vorarbeit für einen Grundstückskauf sei bereits geleistet, verrät Robert Graf.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd habe alles Notwendige veranlasst, geprüft und durchgeplant, nun läge es an den beiden betreffenden Stellen, die bezüglich des Grundstücks verhandeln würden. „Der Bezirk und eine Behörde des Finanzministeriums befinden sich aktuell im Gespräch, denn der Bezirk ist Eigentümer des Grundstücks“, erläutert der amtierende Dienststellenleiter aus Wasserburg. Nun läge es an der Politik, die das Projekt weiter voranbringen und beschleunigen könne, zeigt sich Graf überzeugt.

Im August 2013 war Minister Joachim Herrmann in Wasserburg und hatte sich für ein neues Dienstgebäude ausgesprochen. Die Priorisierung eines Dienststellen-Neubaus müsse weiter vorangetrieben werden, heißt es auch von Landtagsabgeordneten Otto Lederer. Er möchte sich auch weiter dafür einsetzen, dass in Wasserburg bald in einem modernen Gebäude und mit modernen Möglichkeiten Polizeiarbeit geleistet werden könne. „Die Dringlichkeit steht außer Frage. Dieses Projekt muss weit vorne stehen, weil die Polizei Wasserburg wichtige Arbeit leistet in der gesamten Region“, so Lederer.

Das gute Zusammenspiel aller Verantwortlichen und Entscheider aus Politik und Polizeivertretern bestehe, sodass es definitiv kein vergessenes Vorhaben sei, garantiert der Landtagsabgeordnete. Im Freistaat habe man großen Respekt vor der Arbeit der Polizei, fügt Lederer weiter hinzu.

Dringlichkeit steht außer Frage

„Wir verstehen, dass es viele Dienststellen gibt, die ebenfalls auf ein neues Gebäude warten, aber eben auch Wasserburg braucht dringend eine Neuerung“, so Graf abschließend. Spekulationen in der Bevölkerung gibt es freilich schon, wo in Zukunft der Wachtmeister für Wasserburg Stadt und Land zu erreichen sein könnte. Auf dem Gelände in unmittelbarer Nähe zum kbo-Inn-Salzach-Klinikum, das in Verbindung mit der RoMed-Klinik zu einem großen Kliniken-Modul gestaltet wird.

Quelle: rosenheim24.de

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