Bürgerversammlung

Weitere 70 Asylbewerber in die Burgau?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Wasserburg - Die Bürger zeigen mehr und mehr Interesse am Stadtgeschehen. In den einzelnen Bürgerversammlungen haben sie auch Gelegenheit, Anliegen vorzubringen. Diesmal ging es auch darum, ob bald weitere Asylbewerber in der Burgau untergebracht werden.

Der Stadtteil Burgau hat sein Eigenleben. Manche Themen, die für andere Stadtteile Wasserburgs besonders interessant sind, stehen in der Burgau nicht zur Debatte. So etwa die Sperrzeit.

Das Interesse groß, die Resonanz auf die Einladung der Stadt, sich auszutauschen, unerwartet überwältigend. Die Bürger diskutierten sehr sachlich, empfand auch der zweite Bürgermeister, Werner Gartner. Nach der Präsentation über Rückblick und Zukunft der Stadt Wasserburg und im Stadtteil spezifisch laufende Projekte kam es etwa zu Anmerkungen bezüglich der Biotonne, die 2018 verbindlich eingeführt werden soll. So betonte ein Bürger, dass er ein Bringsystem für deutlich sinnvoller erachte. Die Vertreter der Stadt – darunter Bürgermeister Michael Kölbl - erinnerten daran, dass es eine Verpflichtung sei, dies einzuführen und die Stadt keine Alternative habe.

Doch eine Seilbahn?

Die Verkehrserschließung wurde angerissen, weil sich Bürger mit Gegebenheiten nur schlecht anfreunden könnten, wie die Diskussion ergab. Ein Bericht zum ersten April, man könne Wasserburg gut mit Seilbahnen erschließen, wurde offiziell als guter Gedanke gestärkt. Es wäre eine praktische Ergänzung, die Stadtteile mit Seilbahnen zu verbinden, hieß es von einem Anwesenden. Allgemeines Schmunzeln ging durch die Runde, bevor man sich dem nächsten Anliegen widmete. Das Thema Parken scheint als Art Dauerschleife für die Burgau zu gelten. „Ich komme fast nicht aus der Tiefgarage, weil extrem knapp hingeparkt wird“, teilte eine Bürgerin mit. Die Vertreter der Stadt versprachen, sich dem Thema anzunehmen.

Mögliche Unterkunft für Asylbewerber

Zwar sei die Umsetzung noch nicht sicher, doch beim Thema der Unterbringung weiterer Asylbewerber könnte die Burgau eine Rolle spielen. Im Lerchenmüllerhaus solle nach Wunsch eines Investors Platz für Asylbewerber geschaffen werden. Derzeit bleibt jedoch noch unklar, ob das Gebäude tatsächlich verkauft werde und wie eine anschließende Umgestaltung zwecks Ziel weiterer Asylbewerberunterkünfte realisiert werden könnte. Aktuell befinde sich noch eine Käserei darin. Interessant wäre, dass für mögliche 70 Personen ein Betreuer sowie eigener Hausmeister zur Verfügung stehen würde, weil von staatlicher Seite diese Unterkunft betrieben werden könnte, hieß es. Nähere Details seien noch nicht geklärt, ein Verlauf völlig offen. Die Bürgerversammlung in der Burgau war nicht nur gut besucht, besonders erfreulich war auch, dass die Altersgruppen bunt gemischt an der Versammlung teilnahmen. Jung und Alt zeigten großes Interesse am Stadtteilgeschehen. Gelobt wurde beispielsweise die Gestaltung des Spielplatzes, zum Abschluss gab es Applaus.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser