Kurzfristige Ersatz-Veranstaltung in Wasserburg im Gespräch

Eisbahn fällt Corona-Pandemie zum Opfer - Ist das auch das Aus für den Christkindlmarkt?

Die Eislaufbahn mit der Laterndlalm in der Wasserburger Altstadt. 
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Die Eislaufbahn mit der Laterndlalm im vergangenen Jahr - sie wird es heuer in der Adventszeit in der Wasserburger Altstadt nicht geben. 

Wasserburg - Es hätte ein Comeback werden sollen, das an den Erfolg der Eisbahn aus 2019 als Highlight in der staaden Zeit anknüpft. Doch das Corona-Virus macht dem Ganzen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Was bedeutet das für den Christkindlmarkt in der Altstadt?

Ab Montag, 2. November, beginnt der zweite bundesweite Lockdown. Die vierwöchigen Einschränkungen stellen auch eine Herausforderung dar für alle, in der Adventszeit für ein bisserl weihnachtliche Stimmung sorgen möchten - gerade in den schweren Zeiten der Pandemie.


Wenn es die Infektionsbestimmungen zulassen, möchten wir an den Erfolg des Wasserburger Winterzaubers im vergangenen Jahr anknüpfen und auf der Fläche, auf der über die Sommermonate der Altstadt-Biergarten war, die Eisbahn realisieren“, erklärte Manuel Scheyerl noch zuversichtlich Anfang Oktober im Gespräch mit wasserburg24.de. Nun ist das Vorhaben passé.

Die Eisbahn, die es 2019 zum ersten Mal in der Altstadt als Highlight des Wasserburger Christkindklmarkts gab, wird es heuer nicht geben. 

Einzelne Stände verteilt auf die Wasserburger Altstadt?

Pläne für eine große Eislaufbahn, wie sie im vergangenen Jahr in der Herrengasse gab, sind im diesjährigen Winter in Wasserburg vom Tisch - ebenso wie die verkaufsoffene Sonntagen und Marktsonntage, die der WFV für 2020 endgültig abgesagt hat. Bürgermeister Michael Kölbl drückte in der Sitzung des Stadtrats am 29. Oktober ihm Rahmen der Bekanntgaben sein Bedauern über diese Entscheidungen aus.

Die Flinte endgültig ins Korn werfen möchte der Bürgermeister aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht: „Dass ein großer Christkindlmarkt, wie wir in von den vergangenen Jahren kennen, im Pandemie-Jahr 2020 nicht möglich sein wird, ist beschlossene Sache. Ob es jedoch einzelne Stände geben wird, die hier und da ein bisserl weihnachtliches Flair in der Altstadt versprühen, ist noch nicht abschließend geklärt.“

Der Wirtschaftliche Förderungsvervband Wasserburg (WFV) ist an alternativen Möglichkeiten dran. Noch im Juni war von einer „Mini-Version“ des Wasserburger Christkindlmarkts die Rede. Wie ein Christkindlmarkt in der Altstadt heuer aussehen könnte, das steht derzeit in den Sternen.

„Wir können im Moment gar nicht sagen, was wir machen können und dürfen“, sagt Christian Huber, Leiter des Wasserburger Christkindlmarkts beim WFV. „Wir stehen aber Gewehr bei Fuß und könnten innerhalb einer Woche eine Ersatz-Veranstaltung auf die Beine stellen.“

Die Idee dahinter: Rasche Umsetzung, sobald sich die Infektionslage verbessert und sich der Inzidenzwert auf ein vertretbares Niveau einpendelt. So könnte vielleicht trotz der Pandemie mithilfe eines entsprechenden Hygienekonzepts zumindest ein kleines Angebot an Marktständen, verteilt auf die Altstadt, realisiert werden. Nicht zuletzt, um so auch die Existenzen der Gewerbetreibenden, Budenbetreiber und Schausteller zu stärken.

mb

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