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Eine Chronologie zur Staufalle auf der B304

Bahnübergang Reitmehring: Zwischen ersehnter Lösung und stockenden Planungen

Reitmehring Bahnübergang
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Seit mehr als 17 Jahren wird an einer Lösung der Stausituation am Reitmehringer Bahnübergang gefeilt.

Kilometerlange Staus, genervte Autofahrer: Der Bahnübergang in Reitmehring strapaziert seit Jahren Nerven und kostet Zeit. Doch wie lange zieht sich die Debatte um die Staufalle überhaupt schon und was ist eigentlich alles passiert seit den ersten Gesprächen zur Verbesserung der Situation auf der B304? Ein Rückblick:

Wasserburg/Reitmehring - Die Regierung von Oberbayern hat mit Planfeststellungsbeschluss vom 30. Juni 2022 die Beseitigung des Bahnübergangs Reitmehring auf der B304 und den Neubau einer Brücke zur Überquerung der Gleise genehmigt.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss werden darüber hinaus weitere Maßnahmen genehmigt, die den Verkehr verflüssigen, die Verkehrssicherheit erhöhen und Reitmehring von den Auswirkungen des Durchgangsverkehrs entlasten sollen.

So soll die Bundesstraße nach der Brücke künftig in einem Tunnel mit anschließendem Trog durch Reitmehring geführt werden. An die Troglage soll sich auf der Nordseite der B304 eine Lärmschutzwand anschließen. Zusätzlich soll das unfallträchtige Linksabbiegen auf die B 15 durch eine neue Direktrampe zur B15 in Richtung Rosenheim entfallen.

Bahnübergang Reitmehring: Eine Chronologie

Die Anfänge des Bauprojekts Beseitigung Bahnübergang Reitmehring B304 gehen zurück in das Jahr 2005. Über zwei Jahre hinweg, bis 2007, ziehen sich erste Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt zu Planungsüberlegungen, was an dem Standort getan werden kann, um eine Verbesserung der Situation zu erwirken.

Im Jahr 2007 findet die erste Anwohnerversammlung statt. Das Staatliche Bauamt informiert die Reitmehringer zum ersten Mal über das geplante Projekt.

Im darauffolgenden Jahr, 2008, wird es konkreter: Das Staatliches Bauamt stellt die Vorplanung im Stadtrat Wasserburg vor. Sie entspricht weitgehend der aktuellen Planung. Die Räte stimmen der Planung grundsätzlich zu. Die Planung wird anschließend an das Bundesverkehrsministerium und an die Oberste Baubehörde, der Regierung von Oberbayern als Genehmigungsbehörde, zur Zustimmung gesandt. Die prüft die Planung eingehend.

2011 gerät das Projekt ins Stocken, als der Bundesrechnungshof den angedachten Kurztunnel in Frage stellt. Der damalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer lässt die Tunnellösung daraufhin prüfen.

2012 kann die Kritik an der Lösung des Kurztunnels entkräftet werden. Ausschlaggebend hierfür ist unter anderem ein Ortstermin mit Ramsauer sowie dem Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestags. Im selben Jahr stimmt die Oberste Baubehörde dem Vorentwurf mit kleineren „Hausaufgaben“ zur Nachbearbeitung zu.

Im Jahr 2013 gibt es einen nochmaligen Ortstermin mit Vertretern des Bundesrechnungshof. Der Tenor: Der Bau des Kurztunnels wird für notwendig gehalten. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages hat indes grünes Licht für die geplante Beseitigung des Bahnübergangs Reitmehring (B304) gegeben.

Seit 2005 gibt es Gespräche, wie der Bahnübergang Reitmehring entschärft werden kann.

Das Staatliche Bauamt hält zwei Jahre später, 2015, eine Infoveranstaltung zur Planung ab. Das Projekt gerät zwischenzeitlich immer wieder ins Stocken.

Im April 2016 geht der Planfeststellungsantrag mit Verzögerung ein. Er liegt öffentlich aus. Im Jahr 2012 war man noch von 2013 ausgegangen.

Täglich passieren rund 16.000 Autos und Lkw den Bahnübergang des kleinen Ortsteil Reitmehring auf der B304. Anwohner machen ihrem Ärger über die Situation am Bahnübergang regelmäßig auf Bürgerversammlungen Luft - so wie im Jahr 2017.

Im Januar 2018 findet ein Erörterungstermin der Regierung von Oberbayern vor Ort in Staudham statt.

Regelmäßig landet das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats Wasserburg - so auch im Oktober 2019, als die Änderungen in der 1. Textur zum Planfeststellungsverfahren vorgestellt wurden. Wenige Wochen zuvor beantwortete die Stadtverwaltung neben Bürgermeister Michael Kölbl und Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann Fragen, die den Anwohnern und Bürgern zu dem Projekt unter den Nägeln brennen, auf einer erneuten Informationsveranstaltung.

Im Juli 2022 erfolgt der Planfeststellungbeschluss seitens der Genehmigungsbehörde, nachdem über 50 Stellungnahmen von zahlreichen Behörden, sonstigen Trägern öffentlicher Belange, anerkannten Vereinen sowie Privatpersonen geprüft wurden. Finanzieller Rahmen sowie Baubeginn sind noch nicht absehbar, weitere Schritte unklar. Es wird mit Klagen gerechnet.

mb

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