Stadt um Lösung via Workshop bemüht *Mit Umfrage* 

Parkende Zweiräder vorm Wasserburger Rathaus: Ärgerlich oder tolerierbar? 

Häufig Abstellfläche für Motorräder: Der Marienplatz vor dem Wasserburger Rathaus. Die Stadt bemüht sich nun um eine Lösung. 
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Häufig Abstellfläche für Motorräder: Der Marienplatz vor dem Wasserburger Rathaus. Die Stadt bemüht sich nun um eine Lösung. 

Wasserburg - Zig Zweiräder zieren den Marienplatz im Herzen der Altstadt - gerade in den Sommermonaten und gerade an den Wochenenden. Obwohl das bereits seit Jahren der Fall ist, fühlen sich einige nach wie vor gestört von den Maschinen vor dem Historischen Rathaus. 

"Die Thematik ist uns nicht neu, doch bis jetzt gab es noch keine wirklich zufriedenstellende Lösung", erklärt Bürgermeister Michael Kölbl im Gespräch mit wasserburg24.de. Wieder aufgeflammt ist die Debatte um Für und Wider parkender Motorräder auf dem Rathausvorplatz in der jüngsten Bürgerfragestunde der Stadt Ende Juni. Fragen oder Anliegen an den Bürgermeister, den Stadtrat oder die Stadtverwaltung sind regelmäßig im Vorfeld einer Stadtratssitzung möglich - so auch am 25. Juni


Einige Wasserburger stören sich demnach massiv an den abgestellten Zweirädern, die teilweise direkt vor Sitzbänken platziert oder für Rollstuhlfahrern sowie Eltern mit Kinderwagen ein Hindernis darstellen würden. Der Marienplatz sei am Wochenende regelmäßig "rechtsfreier Raum" für Motorradfahrer - Strafen gebe es ja schließlich keine.

Dass es in diesem Jahr besonders problematisch scheint, könnte mitunter an der Schließung des "Cafés Schranne" liegen, mutmaßt der Bürgermeister: "Ich denke, wenn der Schrannenbetrieb möglichst bald wieder durch die neue Pächterin Barbara Hinterberger aufgenommen wird, wird sich auch die Parksituation der Motorradfahrer verbessern. Durch die Tische und Stühle, die coronabedingt vermutlich ohnehin noch in Abständen stehen müssen, fällt der Platz, auf dem die Motorräder aktuell abgestellt werden automatisch weg. Dann reduziert sich das Problem um einen gewissen Anteil von alleine." 


Problem mithilfe eines Workshops lösen? 

Die Stadt habe sich dennoch dazu entschlossen, gemeinsam mit dem Stadtrat und dem Bauausschuss das seit Jahren immer wieder aufkochende Thema in einer Art Workshop zu bearbeiten und eine Lösung zu finden. Auch die Polizei soll in diese Überlegungen involviert werden. "Natürlich ist ein gewisser Bedarf vorhanden. Das wird auf dem Marienplatz ersichtlich sonst wären die Motorräder ja nicht da. Die meisten Fahrer sitzen gegenüber in Cafés oder Wirtschaften und haben ihre Maschinen im Blick", erläutert der Bürgermeister und räumt gleichzeitig ein: "Wir haben momentan noch kein Alternativ-Angebot für diese Parksituation.

Eine Antwort auf die Frage, ob beispielsweise Parkplätze am Gries umfunktioniert werden könnten, wolle und könne er so pauschal nicht geben. Es könne sich auch durchaus um Parkplätze anderorts handeln, er wolle sich da nicht voreilig fokussieren

Ihre Meinung ist gefragt:

Eine "vernünftige Lösung" für alle Seiten soll her, denn zeitgleich wolle man ja auch nicht den Autofahrern ihre Parkplätze wegnehmen. "Die Motorradfahrer kommen hauptsächlich nur am Wochenende in die Stadt und auch nur bei schönem Wetter. Die ganze Woche über eine gewisse Anzahl an Motorradplätzen zur Verfügung zu stellen sei in den Augen Kölbls "auch wieder der falsche Weg"

mb

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