Wasserburger Band "Just Duty Free" im Interview

Beste deutsche Rockband 2018: "Das ist immer noch der Wahnsinn!"

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Große Freude über den ersten Platz: Georg Neugebauer, Alex Zosseder in Vertretung für Stephan Keser, der derzeit in Chicago ist, Niko Baumgartner, Marius Kreissl und Tobi Keser (v.l.).
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Wasserburg - Es war ein weiter Weg bei Wind und Wetter, den die fünf Wasserburger von Bayern nach Siegen in Nordrhein-Westfalen zurückgelegt haben. Doch der Aufwand am Samstag hat sich gelohnt, denn zurück kamen die Jungs der Rockband "Just Duty Free" mit dem Titel "Beste deutsche Rockband 2018" im Gepäck. 

Update, Montag, 17.25 Uhr: Die Preisträger im Interview

Aus über 1.000 Bands und noch circa 90 Konkurrenten im Finale setzten sich die Rocker von "Just Duty Free" in der Siegerhalle in Siegen durch: Sie heimsten den Pokal für den ersten Platz in der Kategorie Rockmusik und gewannen den "Deutschen Rock Preis 2018"

"Das ist immer noch der Wahnsinn", fasst Tobi Keser im Namen der Band die Stimmung zusammen, als klar wurde, dass die Band aus dem Wasserburger Raum den ersten Platz erreicht hat. "Es fühlte sich so unwirklich an. Es waren so viele andere Bands da, die auch echt gut spielten und nachdem bei unserer Performance ein paar kleine technische Fehler passierten, haben wir überhaupt nicht mehr mit dem Sieg gerechnet. Umso größer war freilich dann die Freude, als wir den Pokal überreicht bekamen."

Ein langer Tag lag hinter den Jungs. Die Veranstaltung habe bereis mittags begonnen am Samstag, da es so viele Kategorien gab, die ausgezeichnet wurden, erzählt Tobi weiter und grinst: "Als wir an der Reihe waren, waren wir ganz schön aufgeregt - obwohl wir schon oft auf der Bühne standen. Aber das war doch was anderes. Jede Band hatte genau fünf Minuten Zeit für die Performance und da musste auf Anhieb alles klappen." 

Der Beweis: "Just Duty Free" ist Deutschlands beste Rockband 2018.

Nachdem sie ihren Song "Little Implication" - der Song, mit dem sie sich vorab für den Preis qualifiziert hatten - gespielt hätten und auf der Bühne leider nicht alles rund gelaufen sei, seien Stimmung und Freude erstmal etwas gedämpft gewesen. "Freilich sind wir bereits mit dem Gedanken hingefahren, den Preis abzuräumen. Doch die Konkurrenz war groß und nach dem Dämpfer auf der Bühne dachten wir gleich, das wird nix mehr." 

Zwischen 23 und 24 Uhr fiel dann die Entscheidung, dass "Just Duty Free" gewonnen hat. "Die Freude war umso überraschender und riesig, wir konnten es zuerst tatsächlich nicht glauben, weil wir wirklich nicht mehr damit gerechnet haben", betont Tobi noch einmal. 

Und natürlich haben die Jungs in einer Bar "ein, zwei, drei, vier oder auch fünf Bierchen konsumiert - das muss schon sein", schmunzelt Tobi auf die Frage, ob sie auch gscheid gefeiert hätten. 

Der Preis hat jetzt schon einen Ehrenplatz im Proberaum der Band. Und wie sieht nun die Zukunft aus? "Mei, der Preis spornt natürlich an und ist eine Bestätigung für uns, weil wir sehen, dass das, was wir spielen, beiden Leuten ankommt", wirft Tobi einen wagen Blick in die Zukunft. "Wir werden sicher weiter machen mit eigenen Liedern und sind gespannt, was der Preis noch für Auswirkungen haben wird - mal schauen, was noch kommt." 

Auch auf ihrer Facebook-Seite hagelt es nur so von Glückwünschen über den ersten Platz: 

Vorbericht, Montag, 7.15 Uhr: "Just Duty Free" räumt ab 

In der Siegerlandhalle in Siegen werden jedes Jahr "Deutsche Rock & Pop Preise" der verschiedensten musikalischen Bereiche an herausragende Nachwuchsmusikgruppen und Nach­­wuchseinzelkünstler verliehen. 

Nachwuchskünstler unterschiedlicher musikstilistischer Bereiche wie Rock, Pop, Country, Hard & Heavy, Alter­native, Weltmusik, Reggae oder Funk & Soul werden im Rahmen des Festabends geehrt. Einziges Kriterium ist der künstlerische Anspruch, den jede Band vorweisen muss.

Die Band "Just Duty Free": Niko Baumgartner, Tobias Keser, Georg Neugebauer, Marius Kreissl und Stephan Keser (v.l.). 

"Just Duty Free" sichern sich ersten Platz

Am Samstag, 8. Dezember, war es wieder so weit: Die Preisverleihung ging zum 36. Mal über die Bühne. Abräumer des Abends in der Hauptkategorie Deutscher Rock: Georg Neugebauer, Stephan Keser, Nico Baumgartner, Marius Kreissl und Tobias Keser - die Jungs der Wasserburger Band "Just Duty Free". Sie dürfen nun den Titel "Beste deutsche Rockband 2018" tragen. 

Platz zwei wurde an "Burn Out Laut", eine Kölner Band, die Therapeutischer Soulrock spielen, vergeben. Den dritten Platz erreichte der Musikkabarettist Andy Ost aus dem Rhein-Main-Gebiet. 

Überregionalen Bekanntheitsgrad erreicht

"Just Duty Free", die sowohl covern als auch mit eigenen Songs begeistern, gibt es seit 2007. Die fünf jungen Musikern - alle im Alter zwischen 26 und 27 - decken mit ihren Songs ein breites Repertoire ab, das von Pop und Rock der letzten fünf Dekaden bis zu den Hits von Heute reicht. 

Inzwischen haben sich die Jungs mehr als nur einen Namen gemacht: Nicht nur in der Region absolvieren sie zahlreiche Auftritte auf Volksfesten, Firmen- und Privatfeiern oder im Fasching - auch auf dem Münchner "Tollwood-Festival" sind sie gern gesehener Act. Zuletzt rockten sie das "Winter-Tollwood" Ende November mit einem Benefizkonzert für den guten Zweck. 

mb

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