Wird es zum Erfolgsmodell?

Schafft Wasserburg das Projekt Stadtbahn?

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Beim Diskussionsabend soll erörtert werden, was das Projekt zur Stadtbahn für die Region bedeuten könnte

Wasserburg - Die Diskussionen könnten nicht bunter zugehen. Die derzeit inaktive Bahnstrecke von Reitmehring in die Wasserburger Innenstadt ist beliebtes Gesprächsthema.

Braucht Wasserburg die Stadtbahn von Reitmehring bis in die Innenstadt? Dieser Frage können alle Interessierte am Montag, den 28. April nachgehen. Beim Diskussionsabend in den Paulaner Stuben möchte die Ortsgruppe Pro Bahn Wasserburg das Thema näher erläutern.

Die Ähnlichkeiten sind unübersehbar, die zwischen den ehemals stillgelegten Bahnstrecken von Senden nach Weißenhorn und Reitmehring nach Wasserburg bestehen, heißt es von Bernhard Jüstel.

Sowohl was die Länge der Strecken angeht, als auch was die regionale Bedeutung, Nähe und Anbindung zu den jeweiligen Zentren Ulm und München betrifft. 

Beide Strecken wurden nach Entscheidungen der damaligen Bundesbahn als für den Personennahverkehr unattraktiv eingeschätzt und durch parallele Buslinien lahmgelegt. Der große Unterschied: Zwischen Senden-Weißenhorn und Neu-Ulm verkehrt wieder ein Zug.

Erfreulich, wenn nach 12 Jahren hartnäckiger und beharrlicher Arbeit der Kommunalen Agenda 21 das “Modell Weißenhorn“ für ganz Bayern Pate stehen kann bei der Reaktivierung von Bahnstrecken.

Gemeinschaftlich daran arbeiten

Ohne Unterstützung der lokalen Politik, der Region, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit hätte es möglicherweise noch länger gedauert. Heute, vier Monate nach der Jungfernfahrt auf der wiederbelebten Bahnstrecke ist der Andrang auf die Züge groß, ebenso wie die positive Überraschung der Betreiber.

Voraussetzung für diesen Erfolg war ein gut durchdachtes Zug/Bus Konzept im Landkreis Neu-Ulm.

Fahrgastorientierte Zubringerbusse, die je nach ermitteltem Bedarf den morgendlichen und abendlichen Berufs-Pendler und Schülerverkehr abdecken, wurden in Zusammenarbeit mit den Kommunalverwaltungen der einzelnen Gemeinden und dem ÖPNV ermittelt, angepasst und finanziert. Ebenso sogenannte „Rufbusse“, für den Tages- und Abend Bedarf.

Bernhard Jüstel will das Projekt erläutern

Die Anstrengungen für „Bahn und Bus aus einem Guss“ jedoch lohnen sich, wie der Stadtrat Bernhard Jüstel von der Agenda 21 Weißenhorn berichten wird. Er hat die Reaktivierung der Bahnstrecke unterstützt und begleitet.

In seinem Vortrag am 28. April um 19 Uhr in Wasserburg in der Gaststätte Paulanerstuben  wird er die Vorzüge der Anpassung des Busverkehrs an die Schiene darstellen.

Berhard Jüstl wird auf die Notwenigkeit eines sinnvollen Zubringerbusnetzes hinweisen, das auch in Wasserburg nur in enger Mitarbeit und Absprache mit den einzelnen Umlandkommunen erstellt werden kann.

Klappt es auch in Wasserburg?

Die Vorteile sind unübersehbar, aber verlockend. Weniger Autos und Verkehr auf den Straßen, mehr Fahrgäste auf der Schiene, wer fände das nicht attraktiv, heißt es von den Organisatoren des Diskussionsabend am 28. April 2014  abschließend.

Alle Interessierten können sich daran beteiligen, um dem Thema weiter Nährstoff zu geben.

Pressemeldung Pro Bahn Wasserburg / Regina Mittermair

Quelle: rosenheim24.de

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