Pläne für das ehemalige Burkhardt-Gelände am Holzhofweg

Direkt am Inndamm: Neues Wohnareal in der Altstadt?

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Die Fabrikhallen des ehemaligen Burkhardt-Gelände stehen seit Ende 2017 leer. Was passiert mit dem Areal am Wasserburger Inndamm? 
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Wasserburg - Seit dem Umzug des Traditionsunternehmens Burkhardt vor eineinhalb Jahren steht das Burkhardt-Gelände am Holzhofweg leer. Ein leichter Geruch nach Essig strömt über das Areal und zeugt noch von der ehemaligen Nutzung. Wie geht es jetzt an dem Standort weiter? 

Seit 1889 produzierte die Firma Burkhardt in Wasserburg Essig, Senf und Ketchup für den Einzelhandel. Mehrere Generationen Wasserburger wurden mit den säuerlichen Duftschwaden, die regelmäßig über die Stadt zogen, groß. Diese Düfte über der Stadt sind seit der Schließung des Werks am Holzhofweg Ende 2017 Vergangenheit. Verwaltung und Produktentwicklung von "Burkhardt Feinkost" befinden sich nach wie vor im Albachinger Ortsteil Oberdieberg

Wohnbebauung auf ehemaligen Essigfabrik-Gelände? 

Die alten Räumlichkeiten sollen abgerissen werden. 

Dass auf dem leerstehenden Gelände Wohnungen entstehen sollen, diese Vermutung hält sich hartnäckig in der Innstadt. Helmut Schmid vom Wasserburger Bauamt kann gegenüber wasserburg24.de bestätigen, dass Pläne für eine Wohnbebauung auf dem Areal existieren. Um welche Art von Bebauung genau es sich handeln werde, das könne man zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen.
Bei den Grundstücken handle es sich jedoch um wichtige Entwicklungsflächen im Bereich der westlichen Halbinsel der Stadt, wie Schmid weiter betobt. Die Grundstücke seien zwar Eigentum der Heiliggeist-Spitalstiftung Wasserburg, die Stadt könne jedoch darüber verfügen. 

Das Projekt sei aber aktuell nicht spruchreif und eher mittelfristig angesetzt. Es genieße keine Priorität, in nächster Zeit angepackt zu werden. "Auf dem leerstehenden Gelände wird sich die nächsten zwei bis drei Jahre eher nichts tun", mutmaßt Schmid im Gespräch mit der Redaktion. Als erstes stehe der Abbruch des alten Fabrikgebäudes auf dem Plan - dies könne womöglich schon 2020 über die Bühne gehen. 

Schöpfwerk wird als Erstes erweitert

Das Schöpfwerk der Stadt am ehemaligen Gelände der Firma Burkhardt. 

Praktisch für die Verwaltung sei die Tatsache, dass das Schöpfwerk der Stadt direkt ans Firmengelände am Inndamm angrenze. Es sei Schmid zufolge vorgesehen das Schöpfwerk, das im Hochwasserfall für die Altstadt lebensnotwendig ist, voraussichtlich noch in diesem Jahr zu erweitern. Die ehemaligen Firmengebäude von Burkhardt könnten dann bei der Baustelleneinrichtung als Lagerflächen dienen. 

mb

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