Wertvoll oder lästig? Offene Sonntage

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Wasserburg bietet Besonderheit
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Wasserburg - Für die einen ist es ein lukratives Geschäft, die anderen hoffen vergeblich auf Sonntags-Kunden: Antwortsuche, warum der verkaufsoffene Sonntag dennoch bleibt. 

„Ein verkaufsoffener Sonntag unterstreicht den Titel einer Einkaufsstadt“, ist sich Moritz Hasselt, zweiter Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsverbands Wasserburg sicher.

Auch kommenden Sonntag beim traditionellen Kathreinsmarkt wird sich das wieder zeigen. Viele Besucher strömen zum Markt und auch die Einzelhändler werden teils recht gerne durchstöbert. „Es gibt in Wasserburg unterschiedlichste Geschäfte, die den verkaufsoffenen Sonntag auch ganz unterschiedlich erleben“.

Die Stadt ist eine Augenweide

Für die Stadt an sich sei es besonders wichtig, so Hasselt weiter. Egal ob ein Markt hinter der Öffnung stehe, oder ein anderes Event. Auch wenn man an einem Sonntag eventuell keine besonders guten Umsätze mache, sei es eine Werbung für das eigene Geschäft. Kunden könnten durch die Geschäfte schlendern, neue Läden in Ruhe kennenlernen und der Handel mache auf sich aufmerksam.

Das Marktpublikum ist ein ganz eigenes, weiß auch Moritz Hasselt. Nicht jeder Marktbesucher bummelt gleichzeitig auch durch die Läden.

Vier Märkte samt verkaufsoffenem Sonntag im Jahr gibt es in der Innstadt.

Geschäfte, wie etwa Optiker, erwarten wenig echten Umsatz. Doch trotzdem machen viele der ansässigen Brillengeschäfte mit, wie wasserburg24 zugetragen wurde. So könnten die Kunden auf entspannte Art und Weise eben auch mal einen neuen Optiker kennen lernen, auch wenn am geöffneten Sonntag nicht gleich eine neue Brille geordert wird.

Teddy und Puzzle auch sonntags in der Tüte

Spielwarengeschäfte hingegen haben regen Umsatz zu melden, wenn hier die Türen auf gehen.

Grundsätzlich kann man den verkaufsoffenen Sonntag ein wenig mit einem Brückentag vergleichen. An einer eventuellen Umsatzsteigerung merken die Geschäfte es oft nicht, weil sie an besagtem Tag teils nur beratend für die zusätzlichen Kunden zur Seite stehen, die dann aber eventuell einige Tage darauf doch wieder in das gleiche einlaufen, um das Angesehene sehr wohl zu kaufen.

Schnuckliges Städtchen mit Atmosphäre

Wasserburg ist keine Einkaufsstadt für allgemeine Konsumenten, heißt es vom WFV-Vorsitzenden, vielmehr gelte Wasserburg als Einkaufsstadt mit Flair. Hier kann man mit Gemütlichkeit shoppen gehen.

Ganz besondere Geschäfte, mal klein, mal groß gilt es zu entdecken. Ein recht außergewöhnliches, manchmal sogar witziges Sortiment findet der Ladenbesucher. „Unsere Stärke ist, den Kunden Gemütlichkeit und Atmosphäre zu garantieren“. Durchschlendern durchaus erlaubt.

Ansässige Einzelhändler und Stadtbild sind einzigartig

Zudem zeigt Hasselt auf, dass viele der Geschäfte oft inhabergeführt sind: „Wir können uns nicht mit Städten wie Rosenheim oder München messen. Das wollen wir auch gar nicht. Viele der kleineren Läden können die Öffnungszeiten nicht ewig ausweiten. Samstagnachmittag wird es recht dünn in Bezug auf Einkaufspotential“.

Eines steht jetzt schon fest: Egal wer am Sonntag zum Kathreinsmarkt in die Altstadt kommt, wird sich im Familienrat einigen müssen, welches Geschäft lohnenswert ist, oder um welches ein großer Bogen gemacht werden soll. Kinderaugen brauchen ja bekanntlich immer sofort alles, was sie sehen.

Quelle: rosenheim24.de

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