Trotz vieler Geschäftsaufgaben 

WFV: "In Wasserburg gibt es kein Sterben des Einzelhandels!" 

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In Wasserburg ist das Einzelhandelsterben trotz der Aufgabe einiger Traditionsgeschäfte nicht präsent. 
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Wasserburg - Trachten Huber am Marienplatz, Männermode Forstmaier in der Schustergasse und jetzt Trachten Kollmann - In der Innstadt schließen immer wieder alte und traditionsreiche Geschäfte. Das liegt allerdings in keinster Weise am vielzitierten Sterben des Einzelhandels, wie WFV-Vorstand Moritz Hasselt erklärt: 

Auch Heinz Forstmaier gab sein Geschäft für Männermode in der Schustergasse vor nicht allzu langer Zeit auf - aus demselben Grund wie der Betreiber von Trachten Kollmann: Bei beiden Geschäften trat der klassische Generationenwechsel ein. Geschäftsaufgabe aus Altersgründen ohne Nachfolge käme in Wasserburg häufig vor, erklärt Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl. "Deshalb haben wir noch lange kein Einzelhandelssterben in der Stadt", versichert er. "Wir haben nahezu keine Leerstände." 

Wasserburg weiterhin eine attraktive Einkaufsstadt 

Das kann auch Moritz Hasselt, Vorsitzender des Wirtschaft-Förderungs-Verbands Wasserburg, bestätigen. "Wir sehen das ganz gelassen, wenn Geschäfte nach gewisser Zeit einen Räumungsverkauf beginnen und endgültig schließen. In die Räumlichkeiten von Trachten Kollmann wird auch wieder zeitnah ein neues Geschäft einziehen, wie in viele leerstehende Gebäuden der Stadt auch. Diejenigen Läden, die nach wie vor leer stehen, wollen entweder nicht mehr weiter vermietet werden oder können aus persönlichen Gründen der jeweiligen Inhaber nicht." 

Hasselt weiter: "Es werden auch in Zukunft weitere Traditionsgeschäfte in Wasserburg aufhören. Dabei handelt es sich jeweils um inhabergeführte und alteingesessene Läden, die eben schlicht und ergreifend keine Nachfolge haben." 

Wasserburg sei laut Hasselt nach wie vor als attraktive Einkaufsstadt gut aufgestellt. Es gebe immer wieder Anfragen von potentiellen Mietern, die gezielt auf der Suche nach bestimmten Räumlichkeiten in Wasserburg sind. Am Beispiel Innkaufhaus werde ersichtlich, dass die Wasserburger ihre Traditionsgeschäfte nicht einfach so aufgeben wollen und auch bereit sind, für den Erhalt zu kämpfen. Natürlich agiere das Internet als zusätzlicher Verkaufszweig, der dem Einzelhandel hier und da etwas wegnehme, "das Sterben des Einzelhandels, das immer wieder angesprochen wird, war und ist bei uns auch in nächster Zeit nicht spruchreif." 

mb

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