Keine Spielhalle in Wasserburg *Mit Voting* 

"Lieblingsthema" trotz reduzierter Planung erneut abgelehnt

In diesem Gebäude im Untergeschoss des Netto-Marktes hätte die Spielhalle entstehen sollen. Der Bauausschuss lehnte den Antrag einstimmig ab. 
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In diesem Gebäude im Untergeschoss des Netto-Marktes hätte die Spielhalle entstehen sollen. Der Bauausschuss lehnte den Antrag einstimmig ab. 

Wasserburg - Der Antrag ist nicht neu: In der Molkerei-Bauer-Straße 14 soll eine Spielhalle samt Gastronomie eingerichtet werden. Doch die Einstellung der Stadtverwaltung dazu ist eindeutig: 

Erneut handelt es sich bei der geplanten Umnutzung der ehemaligen Büro- und Sozialräume um das Untergeschoss, in dem der Netto-Markt und der Drogeriemarkt Rossmann im Oberen Burgerfeld untergebracht sind. Die Spielhalle soll nun laut Antrag mit Gastronomie-Bereich in Richtung Priener Straße im Keller des Gebäudes entstehen. 


Bürgermeister Michael Kölbl erklärte in der Sitzung des Bauausschusses am 21. November, auch ein halbes Jahr nach dem ersten Antrag, der den Bauausschussmitgliedern im Mai 2019 vorlag, habe sich an seiner Einstellung nicht viel geändert: "Es handelt sich bei diesem Antrag wieder einmal um unser Lieblingsthema. Die Planung der Spielhalle in der Molkerei-Bauer-Straße hat sich nun zwar verkleinert, dafür sollen jedoch zwei Gastronomieräume dazukommen."

Argumentation bleibt dieselbe

Der Antragsteller plant einen Umbau und eine Nutzungsänderung von den vorhandenen Büro- und Sozialräumen in eine kerngebietstypische Spielhalle auf einer Nutzfläche von insgesamt 158,40 Quadratmetern. Statt bisher zwölf sollen nurmehr acht Geldspielgeräten und dafür zwei Gaststätten auf Flächen von 31,30 und 27,36 Quadratmetern entstehen. In den Gaststätten sollen sich jeweils zwei Spielgeräte befinden.


Trotz der veränderten Planung des Antragstellers handle es sich dem Bürgermeister zufolge um eine "kerngebietstypische Vergnügungsstätte", die auf Grundlage von Paragraph 8 der Baunutzungsverordnung aus dem Jahr 1968 im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nummer 9, 'Tegernau' nicht zulässig sei. "Lange Rede, kurzer Sinn: Der Vorschlag der Verwaltung ist deshalb, den Antrag ein weiteres Mal abzulehnen." 

Die Mitglieder des Bauausschusses waren sich in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einig, dass eine Spielhalle an der Stelle am Wasserburger Ortsrand nicht in Frage komme. Der geplante Umbau wurde einstimmig abgewiesen

mb

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