Erstes veganes Burger-Restaurant in Wasserburg eröffnet *Mit Voting* 

Inhaber Alci: "Über Ernährung streitet man nicht, man genießt gemeinsam!"

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Servet Nevzat Alci hat am 7. November offiziell sein veganes Burger-Restaurant "Dyna-Burger" eröffnet. 
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Wasserburg - Der vegane Trend hält Einzug in der Innstadt: Servet Nevzat Alci hat sich mit dem eigenen Burger-Restaurant einen "Traum" erfüllt. wasserburg24.de hat bei der offiziellen Eröffnung am 7. November vorbeigeschaut.

Vor den Toren der Altstadt mit Blick auf die Innbrücke kann man seit kurzem vegane Schmankerl genießen. Mit der Eröffnung des "DynaBurger" hat sich Inhaber Alci einen "Lebenstraum" erfüllt, wie er im Interview mit wasserburg24.de erklärt. 

Im "Dyna-Burger" ist alles 100 Prozent vegan - von den Burgern mit den Saucen über den Kaffee mit Sojamilch bis hin zu den Kuchen. "Dyna steht für dynamisierend, leistungssteigernd. Oft sind Vorbehalte da - gerade bei den veganen Gerichten. Die möchte ich abbauen und den Leuten zeigen, wie vielfältig veganes Essen sein kann. Über Ernährung streitet man nicht, man genießt vielmehr gemeinsam", unterstreicht Alci seine Intuition, denn polarisieren und provozieren, das wolle er auf keinen Fall. 

Er selber sei primär Vegetarier und Veganer. "Wenn mir jemand aber ein gutes Fleischgericht bietet, lehne ich natürlich nicht ab", grinst Alci. 

Den Schülern schmeckt's im veganen "Dyna-Burger". 

Aus welchen Zutaten bestehen die veganen Gerichte?

Bei den Patties für die Burger handle es sich um Pflanzerl aus natürlicher Eiweißquelle. Alci dazu: "Genau gesagt setzt sich die vegane Frikadelle aus einer Kombination aus Erbsen- und Pilzeiweißen zusammen. Rosarote Farbe erhält Pflanzenfleisch durch die Zugabe von Roter Beete." 

Im Kebab hingegen sind die Stücke des Pflanzenfleisches heller, was an einer höheren Dosis Erbseneiweiß liege, wie der gelernte Koch erklärt. Zudem sei hier mehr Hafer im Spiel und weniger Rote Beete. 

Die Pommes werden in einer Heißluftfritteuse gemacht - ohne Öl. Das dauere etwa 40 Sekunden länger als bei der herkömmlichen Fritteuse, dafür verzichtet Alci aber auf unnötige Fette, um den natürlichen Kartoffelgeschmack in den Frites zu erhalten. 

Burger und Kebab sind rein aus pflanzlichen Zutaten hergestellt. 

Warum der Standort Wasserburg am Inn? 

Eine stille Eröffnung hatte Alci bereits vor ein paar Wochen, um zu testen, wie es anlaufe und um hier und da noch optimieren zu können. "Freilich hätte ich auch woanders meinen Laden eröffnen können - in München oder Rosenheim. Wir haben uns aber bewusst für Wasserburg, diese schönen und tolle Stadt, entschieden", erläutert Alci schmunzelnd. Seine Frau und er seien "verliebt" in die "nördlichste Stadt Italiens", wie sie liebevoll häufig genannt wird. Das Paar lebt im Altlandkreis, zwischen Babensham und Schnaitsee. 

Das Restaurant in Wasserburg könnte durchaus der Startschuss für weitere Burger-Geschäfte sein - Alci schließt nicht aus, dass die Marke "Dyna-Burger" dupliziert wird in Zukunft. Vorerst aber möchte er sich auf die Innstadt konzentrieren: "Wenn es hier gut läuft, schließe ich eine Erweiterung nicht aus. Jetzt aber soll sich das Restaurant in Wasserburg erstmal stabilisieren." 

Geöffnet hat "Dyna-Burger" von Montag bis Donnerstag, 10 bis 18 Uhr, sowie Freitag von 10 bis 15 Uhr. Am Freitag, 8. November, ist "Kennenlerntag": Da gibt es alles zum halben Preis.

Und wie schmecken die veganen Schmankerl?

Mit dem Standort in der Rosenheimer Straße im Erdgeschoss des Einkaufszentrums "S4" hat Alci einen idealen Platz für sein Restaurant gefunden, um den Schülern und Studenten, die auf der gegenüberliegenden Seite auf den Bus warten, ein Schmankerl für die Überbrückungszeit zu bieten. Für die gibt es im "Dyna-Burger" die ganze Woche über auf alles 20 Prozent Rabatt. Das zieht bei den jungen Gästen: Punkt 13 Uhr stürmt am Eröffnungs-Donnerstag eine ganze Horde Schüler ins "S4"  an die Theke. 

Erstes veganes Burger-Restaurant eröffnet 

Aber auch die anderen Gäste sind durch die Bank weg begeistert. Einige sind schon zum wiederholten Male da, und lassen sich Burger oder Kebab schmecken. Der Tenor ist eindeutig: "Das Essen schmeckt und ist eine gute Alternative zum fleischigen Burger." 

"Gschmeidig", lautet die prompte Reaktion eines Schülers, der gerade herzhaft in seinen veganen Pflanzerl-Burger beißt. So etwas habe in Wasserburg gefehlt, ergänzt eine Schülerin. 

"Ich finde, es muss nicht immer nach Fleisch aussehen oder schmecken - vor allem wenn es vegan ist", betont ein weiterer Gast, den der Kebab überzeugt habe. 

Besonders die Pommes haben es den Gästen angetan: "Richtig gut und nicht so fettig", erzählt ein junges Mädel. Ein anderes nickt eifrig. Die junge Familie am Nebentisch bedauert es hingegen, dass es Ketchup und Majonaise nur als Extra und nicht automatisch zu den Pommes dazu gebe. Und am Service müsse man noch arbeiten, betont eine junge Frau: "Da müssen sie sich ein bisserl besser organisieren - was aber jetzt freilich auch am Ansturm des Eröffnungstags liegen kann." 

mb

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