Keine Scheu vor dem Helfen

Bedeutender Schritt: Das Leben als Ersthelfer

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Landkreis - Ersthelfer können Leben retten. Doch die Scheu, etwas falsch zu machen, bremst viele Menschen, die an Unfällen unmittelbar vorbeikommen. Nach dem Unfall der beiden Rollerfahrerinnen hat ein Ersthelfer nicht lange nachgedacht und sich sofort um eine Erstversorgung einer der beiden 15-Jährigen bemüht.

Der Mann kam nachher blutverschmiert ins Krankenhaus. Er wollte dem schwerstverletzten Mädchen helfen, hat eine Mund-zu-Mund-Beatmung versucht. Dass er mit Blut in Kontakt gekommen war, schien ihm dabei egal. Wer mit fremdem Blut in Kontakt kommt, beispielsweise nach einer Ersthelfer-Maßnahme, wird einer obligatorischen Blutuntersuchung unterzogen.

So solle ausgeschlossen werden, dass sich der Helfer möglicherweise mit Krankheiten angesteckt haben könnte, erklären Experten.

Bei dem Ersthelfer, der an der Unfallstelle gehalten und bei den Teenagern Erste Hilfe geleistet hat, war zunächst nur der Gedanke der sofortigen Hilfe parat. „Toll, wenn Menschen noch als Ersthelfer aktiv sind. Auch wenn man sich unsicher ist, ob man bei der Ersten Hilfe wirklich alles richtig macht, sollte man unbedingt bedenken: Das einzige, was man falsch machen kann ist nicht zu helfen“, so Gerhard Biber von den Johannitern Wasserburg.

Der erste Schritt sei bereits, anzuhalten und den Rettungsdienst zu alarmieren, so Biber weiter.

Unsicherheiten beheben

„Wir raten, das Erste Hilfe Wissen alle zwei bis drei Jahre aufzufrischen“, betont der Experte. Dann könne man beispielsweise die Herz-Lungen-Massage oder das Mund zu Mund-Beatmen einfach abrufen und verliere die Scheu, etwas nicht richtig zu machen, erklärt Gerhard Biber im Gespräch mit wasserburg24.de. „Wenn man die Situation kennt, kann man es leichter anwenden“, zeigt sich Biber überzeugt. Leider würden die meisten Autofahrer lediglich zum Führerschein ihren Erste-Hilfe-Kurs absolvieren und dann nie wieder, betont Biber.30 Mal drücken, 2 Beatmungsversuche – gilt als momentaner Lehrbestand. „Beatmungsversuche bedeutet, wenn sich jemand nicht dazu überwinden kann, eine Beatmung durchzuführen, ist auch die Herz-Lungen-Massage bereits eine Möglichkeit des Helfens“, erklärt der Pressesprecher der Johanniter Wasserburg. Für Ersthelfer gibt es kleine Masken mit einer Art Ventil. Diese können über den Mund des Betroffenen gestülpt werden, somit ist eine Folienschicht über der Haut. „Diese Masken gibt es in der Apotheke und kostet um die fünf Euro“. Wer als Ersthelfer vor Ort ist, solle jedoch stets den Eigenschutz beachten. „Es hilft nichts, wenn man im Dunkeln eine Unfallstelle nicht absichert, um sofort bei dem Verletzten zu sein und dann selbst Schaden nehmen würde“, heißt es vom Experten der Johanniter weiter. Auch der Griff in den Verbandskasten sei besonders ratsam, denn es befänden sich Handschuhe darin, die man umgehend anziehen sollte.

Quelle: rosenheim24.de

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