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Als Au Pair den Altlandkreis erkunden

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Patricia ist bei allen Alltagsdingen ihrer Gastfamilie dabei
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Wasserburg/Altlandkreis - Patricia ist 23 und seit sechs Monaten als Au Pair in Wasserburg. Wir haben die junge Frau getroffen und einiges über ihren Alltag erfahren.

Der Altlandkreis Wasserburg zählt insgesamt 37 Familien, die aktuell Au Pairs, meist junge Frauen, aufnehmen. Patricia hat sich dafür entschieden, Europa besser kennenzulernen. Die Sprache und das Land Deutschland sind ihr nach sechs Monaten, in denen sie bereits hier ist, schon nicht mehr so fremd.

Auch mit Vincent, dem Sohn der Künstlerfamilie, die sie unterstützt, hat sie einen tollen Sprachlehrer gefunden. Speziell durch Gespräche mit Kindern lerne man besonders unkompliziert eine fremde Sprache, heißt es auch von Experten der VHS. Kinder seien nicht so streng, wenn ein Satz mal nicht ganz richtig ausgesprochen werde, ist sich auch Deutschlehrerin Monika sicher.

Gerade war Vincents Geburtstag. Patricia ist bei der Feier mit dabei und hat Spaß daran, mit den Kids zu spielen. Auch das deutsche Essen ist ihr schon sehr geläufig. Schweinebraten und Knödel mag sie besonders gerne.

Die junge Frau aus Kamerun entschied sich, weitab der Heimat ihre Erfahrungen zu sammeln. Sie ist bei den Gasteltern dabei, wo immer es geht.

Egal ob einkaufen oder aufräumen, Patricia lebt den Alltag, den viele andere aus ihrem Bekanntenkreis in Kamerun auch schon gegangen sind: Ihre Cousine ist ebenfalls als Au Pair in Bayern, nur 100 Kilometer von Patricia entfernt.

Im Gespräch mit Gastmutter Susan erfährt Patricia, dass die Familie bereits seit einigen Jahren immer wieder gerne Au Pairs zu sich holt. „Wir sind eine Familie, die sehr offen für alles Neue ist. Bislang haben wir immer gute Erfahrungen mit ausländischen Frauen gemacht, die für ein Jahr bei uns waren. Auch unser Sohn schätzt es sehr, dass er jemanden hat, der viele Monate bei uns ist und gegebenenfalls auf ihn aufpasst“.

Mit „normalen“ Kindersittern könnte die Wasserburger Familie den geliebten Künstlerberuf wahrnehmen. Selbst wenn einmal am Abend eine Theatervorstellung sei, könne sichergestellt werden, dass Vincent gut versorgt werde, erklärt Susann.

Auch Freizeit ist wichtig

Bei Patricia ist es eine sehr ausgewogene Stelle. Sie genießt viele freie Stunden und entdeckt die Region.

Und die beiden Hunde, die in „ihrer“ Familie wohnen, hat sie auch schon ins Herz geschlossen. Nur eine Sache fehle noch, sagt die junge Frau aus Kamerun: Freunde zu finden sei hier nicht ganz so leicht, wie man denkt. Während es im Altlandkreis Wasserburg gut um die Aufnahme von Au-Pair-Mädchen bestellt ist, schwindet in der Bundesrepublik die Beliebtheit dieses Kulturaustauschs.

Die Vorsitzende der Au-Pair-Society e. V., Cia Brunner erklärt, dass deutschlandweit die Zahl der Au Pair Stellen deutlich zurückgehe.

Grund seien oftmals die Hemmungen junger Eltern, sich für ein ganzes Jahr zugunsten eines zusätzlichen Familienmitglieds zu entscheiden. Auch die Vorbereitungen seien mehreren Familien zu umständlich, so Brunner weiter.

Bevor der unbeschwerte Alltag beginnen konnte, waren viele Dinge für die Gasteltern von Patricia zu regeln. Visum, Krankenkassenanmeldung. Doch Susan hat jetzt schon viel Erfahrung damit.

Auch nach dem Aufenthalt von Patricia wird sich die Familie aus Wasserburg um ein neues Au Pair Mädchen umschauen.

Quelle: rosenheim24.de

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