Feuerwehr war nicht unterfordert

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Viele Einsätze hat das Jahr 2013 gebracht
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Wasserburg - Es war ein Einsatzjahr, wie es die Feuerwehr Wasserburg noch nie erlebt hat. Die Einsatzzahlen erhöhen sich von Jahr zu Jahr. Stetig nimmt auch die Schwere der Einsätze zu.

Heuer, so Thomas Rothmaier, Sprecher der Feuerwehr Wasserburg a. Inn, waren viele schlimme Ereignisse vorhanden, die zum Einsatz führten.

Tragische Verkehrsunfälle, auch mit Todesfolge.

Rothmaier erinnert an den Bahnübergang in Viehhausen, bei dem eine junge Autofahrerin ums Leben kam. Weitere schlimme Unfälle vervollständigen die Liste, bei der selbst Feuerwehrmänner teils an emotionale Grenzen stoßen.

Der Wohnhausbrand in Bachmehring war ein Einsatz für viele Wehren der Region, der sogar Deutschlandweit in der Öffentlichkeit stand.

Hier wurde ein gutes Zusammenspiel der Feuerwehren untereinander sichtbar, obwohl der Einsatzort inmitten eines eng verbauten Siedlungsgebiets enorme Herausforderungen darstellte.

Diese Einsätze fordern gewaltig, so Rothmaier.

Auch das Hochwasser hat die Truppen in hoher Bereitschaft gehalten. Es galt viel abzusichern.

Nach derzeitigem Stand wird es im Jahr 2013 an die 200 Einsätze  für die Wasserburger Feuerwehr geben.

Negativ zeichnen sich sogenannte Brandmelde-Alarme aus. 40 bis 50 solcher gehen jährlich ein.

Wenn in öffentlichen Gebäuden, wie etwa dem Rathaus, Brandmelde-Alarme ausgelöst werden, stellt dies eine Verpflichtung des Ausrückens durch die Feuerwehr dar.

Oftmals sind diese Brandmelde-Alarme ohne Eingreifen erledigt. Doch aus technischen und rechtlichen Gründen erfordert jeder dieser Rufe auch einen Einsatz.

Tagsüber genug Leute vorhanden?

Ein großes Problem sieht Rothmaier in der Einsatzbereitschaft unter Tags. Das Einsatzpersonal werde immer weniger, weil die ortsansässigen Feuerwehrmitglieder oft nicht am Wohnort direkt arbeiten. Der Brandschutz ist bald nicht mehr ohne weiteres sicherzustellen, heißt es.

Wer trägt Sorge dafür, dass die Mannschaften zusammen kommen und auf Einsatz fahren können?

Die Landespolitik wird hier bald nach Lösungen suchen müssen, damit Einsätze von Freiwilligen Feuerwehren auch weiterhin gewährleistet werden können.

Neues Haus muss her

Ein absehbares Projekt wird die Ertüchtigung oder der Neubau des Feuerwehrhauses in Wasserburg sein. Die Stadt ist gehalten, hier zu reagieren.

In keinster Weise handle es sich derzeit noch um ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus, so die Verantwortlichen. Die Infrastruktur sei alles andere als ideal.

Im nächsten Jahr müsse der Startschuss für dieses Vorhaben fallen, wird berichtet. Ohnehin bedarf es einer langen Planung: Wo ist der beste Standort, von wo aus kann am besten ausgerückt werden?

Gravierende Hindernisse wie das Wasserburger Brucktor oder die Innbrücke verlangsamen ein schnelles Vorankommen zu den Einsatzorten. Die Erreichbarkeit darf nicht gehemmt sein.

Auch Gedanken bezüglich der Größe des Gebäudes müssen sein. Ebenso die Anforderungen an das Haus selbst! Getrennte Umkleidekammer, beheizbare Fahrzeughalle. Funkzentrale, Seminarraum, taktischer Mannschaftsraum. Alles müsse bedacht werden.

Die Perspektive: Im Jahr 2014 solle ein Planungsbüro für die geeignete Standortsuche und den ersten Planungsentwurf des Gebäudes beauftragt werden. Die Grobplanungen sollten im nächsten Jahr von statten gehen.

Ab 2015 werden dann die konkreten Ausführungen ins Haus stehen.

Ein besonderes Schmankerl stellt dabei der Finanzplan für dieses Bauprojekt dar. Die Kosten werden den Wasserburger Haushalt deutlich belasten.

Der künftige Stadtrat wird sich mit diesem Thema sicherlich noch länger auseinander setzen müssen.

Quelle: rosenheim24.de

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