Neue Details zu den Parkhausgebühren in Wasserburg

Automatenlösung für 60.000 Euro: "Rentiert sich das Ganze am Ende?"

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Die Parkhausgebühren werden durch einen Automaten überwacht. 
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Wasserburg - Erneut war das Thema um die geplanten Parkhausgebühren auf der Tagesordnung des Stadtrats am 29. November zu finden. Geklärt wurden allerdings nur mehr Detailfragen.

"Ich hoffe wirklich, dass wir das Thema nicht mehr inhaltlich diskutieren müssen", erklärte Bürgermeister Michael Kölbl zu Beginn. "Der Beschluss des Rats steht, die Gebühren für den Parkplatz an der Rampe und die beiden Parkhäuser am Kellerberg und in der Überfuhrstraße kommen, aus Kostengründen haben wir uns zuletzt für einen Automaten entschieden." 

60.000 Euro für die Automatenlösung

Erste Angebote für die Anschaffung der Automaten seien bereits eingeholt, derzeit sei die Verwaltung damit beschäftigt, diese zu prüfen. 

Laut Stadtkämmerer Konrad Doser benötige man insgesamt 13 Automaten für die Überwachung im gesamten Stadtgebiet. Pro Automat fallen Kosten in Höhe von etwa 5.000 Euro an - summa summarum macht das eine Gesamtsumme von in etwa 60.000 Euro aus. 

Die Lösung mit der Schranke wäre indes deutlich teurer ausgefallen, weshalb man sich auch wegen der diesjährigen wackeligen Haushaltslage und der kurzfristig erlassenen Haushaltssperre im Sommer 2018 für die Anschaffung eines Automaten aussprach. Obwohl diese Ende Oktober nach nur drei Monaten Zwangssparen wieder aufgehoben werden konnte, war klar, dass der Rat nicht mehr zurückrudern und die beschlossenen Parkhausgebühren einführen werde. 

Skepsis machte sich dennoch bei Elisabeth Fischer von der CSU-Fraktion breit: "Rentiert sich denn das Ganze am Ende oder zahlen wir womöglich sogar drauf?" Draufzahlen werde die Stadt laut Kämmerer Doser nicht, doch Kölbl konnte auch nur eine wage Antwort geben: "Wir werden sehen, wie es sich entwickelt mit den Parkhausgebühren." 

Kein Handyempfang im Kellerberg-Parkhaus

Edith Stürmlinger (Bürgerforum) bat darum, dass die Jahreskarten für Anwohner und Dauerparker möglicherweise direkt erworben werden könnten und nicht umständlich per Antrag. Kölbl versprach, die Sache zu hinterfragen. 

Außerdem stand die Frage im Raum, ob man das System Handyparken an den Automaten nutzen könne? Dies sei zwar wünschenswert, stelle jedoch laut Kölbl ein Problem dar, da man zumindest im Kellerberg-Parkhaus aufgrund der massiven Stahlbetondecke keinerlei Empfang habe. "Wir werden aber in alle Richtungen prüfen, ob das dennoch technisch möglich ist", versprach der Bürgermeister abschließend. 

Die Umsetzung der Gebühren ist für den März 2019 angesetzt - zeitgleich mit Beginn der Überwachung des ruhenden Verkehrs durch den Verbund

mb

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