Jahrhundertprojekt "Bahnübergang Reitmehring"

Straßenbauamt hat über 100 Einwände erhalten

Wasserburg - Das Jahrhundertprojekt "Beseitigung des Bahnübergangs Reitmehring" sorgt weiterhin für Diskussionen zwischen Stadtrat, Anwohnern, Bahn und dem staatlichen Bauamt Rosenheim. Wann der Spatenstich erfolgen kann, ist unklar:

Die Planungen sind bereits voll im Gange: Der Bahnübergang Reitmehring auf der Bundesstraße 304 soll durch einen Tunnel ersetzt werden, um den Verkehrsablauf zu verbessern. Der Bahnübergang ist Nadelöhr, Stauverantwortlicher und Ortszerschneider. Seit Jahren wird nun schon darüber diskutiert, wie die überdurchschnittlich hohe Verkehrsbelastung der B304 im Bereich des Bahnübergangs gelöst werden kann. Vor etwa einem Jahr hat das Staatliche Bauamt Rosenheim dann einen sogenannten "Feststellungsentwurf" veröffentlicht, der auf 80 Seiten eine detaillierte Planung der Baustelle erläutert. 

Wie die "Wasserburger Stimme" nun berichtet, könne es aber noch eine Weile dauern, bis die Baupläne tatsächlich beschlossene Sache sind. "Wir haben im Zuge des Planfeststellungsverfahrens letzten Sommer von Beteiligten und Anliegern über 100 Stellungnahmen erhalten. Das kann noch bis zum Herbst dauern, bis wir das rechtlich alles aufgearbeitet haben", berichtet der Leiter des Bauamts Rosenheim, Christian Rehm. Aber nicht nur Organisationen und Verbände haben Einwände, sondern auch einige Bewohner in Reitmehring. Auch der Streckenbetreiber, die Südostbayernbahn, möchte mitreden. 

Bereits letztes Jahr wurde im Stadtrat ausführlich diskutiert. Doch wann der Spatenstich für das "Jahrhundertprojekt" erfolgen kann, ist derzeit noch völlig unklar.

Eine weniger spektakuläre Baumaßnahme war nun am Bahnübergang "Lengendorf" in Rott notwendig. Noch bis Freitag ist der Übergang daher gesperrt. 

Joanna Thurow

Rubriklistenbild: © re

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