Gesundheitsministerin besucht Baustelle im Innsalzach-Klinikum

Huml: "Ein Neubau in diesen Dimensionen ist ein Highlight" 

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Bezirksrat Sebastian Friesinger (links) und Landtagsabgeordneter Otto Lederer (rechts) schützten Gesundheitsministerin Melanie Huml auf der Baustelle des Innsalzach-Klinikums mit Schirmen von Bezirk und Landtag vor dem Regen und symbolisierten damit das Gemeinschaftsprojekt Klinik-Neubau. 
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Wasserburg - Ein zukunftsweisendes Projekt im Sinne der Menschen - das sei der gemeinsame Klinik-Neubau des kbo-Klinikums und der RoMed Kliniken RosenheimNeubau auf dem Gelände des Innsalzach-Klinikums in den Augen von Gesundheitsministerin Melanie Huml.  

Im Rahmen einer Besichtigung in Wasserburg am Inn machte sich die Gesunheitsministerin gemeinsam mit Vertretern der RoMed-Kliniken, des kbo-Innsalzachklinikums, Bezirksräten sowie Politikern am Dienstagnachmittag des 4. September ein Bild vom Baufortschritt des Gemeinschaftsprojekts von Bezirk und Landkreis. Auch Wasserburgs Polizeichef Markus Steinmaßl war mit einem Kollegen aus Sicherheitsgründen vertreten.  

Huml: "Die Versorgung der Menschen ist extrem wichtig" 

Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer des Innsalzach-Klinikums, erläuterte Melanie Huml bei einem Rundgang über das Gelände die Bauarbeiten. Vom künftigen Klinikkomplex allerdings ist aktuell noch nicht viel zu sehen. 13 Meter tief wird die Baugrube für den Klinikkomplex, erläuterte Dr. Danzl. Das Gebäude der Neurologie sei nach wie vor in Betrieb. Sobald der erste von insgesamt vier Pavillons stehe und der erste Bauabschnitt beendet sei, werden die Räumlichkeiten der Neurologie in den Neubau ziehen. Der Altbau müsse dann den weiteren Bauarbeiten weichen.  

Derzeit seien noch Humusarbeiten in Gange, "wir bauen praktisch in den Hang hinein", sagte Dr. Danzl während er den Blick über das ISK-Gelände schweifen ließ. "Wäre das Wetter besser", schmunzelte er Bezug auf das trübe Regenwetter, "so könnten Sie einen wundervollen Bergblick genießen." 

Da müsse sie ja direkt noch einmal in den Landkreis Rosenheim kommen, witzelte Huml und fügte nach einem Blick über die Großbaustelle hinzu: "Ich erachte es als sehr wichtig, diese Zusammenarbeit in Form des Großprojekts Klinik-Komplex zwischen Bezirk und Landkreis an einem gemeinsamen Standort zu verwirklichen. Ich freue mich über den Ausbau im Innsalzach-Klinikum." 

Das Viertel-Milliarden-Euro-Projekt - die Gesamtkosten sind auf rund 250 Millionen Euro anberaumt - sei zukunftsweisend und vorbildlich im Sinne der Menschen und ein Mehrwert sowohl für Patienten als auch für Mitarbeiter, betonte die Ministerin. "Es ist ein Signal, wenn der Freistaat hier hunderte Millionen an Euro investiert. Ein Neubau in diesen Dimensionen ist ein Highlight, das muss man in der Beziehung klar sagen. Es geht um die Versorgung der Menschen und das ist extrem wichtig." 

Gesundheitsministerin Huml macht sich Bild vom Baufortschritt 

Auch der zweite Bürgermeister von Wasserburg, Werner Gartner, unterstrich, dass der Erhalt der Kreisklinik ganz im Interesse der Innstadt gewesen sei. Der Beginn der Planungen sei "gar nicht so einfach" gewesen. Sein Dank gilt daher der Regierung und der klaren Aussage, dass es Fördermittel nur dann geben werde, wenn sich Bezirk und Landkreis für das Großprojekt "zusammenraufen" würden.

Was bisher geschah: 

2015 fiel die endgültige Entscheidung für die Entstehung des neuen Riegels des Kreiskrankenhauses mit Chirurgie, Innerer Medizin und Gynäkologie/Geburtshilfe sowie den dazugehörigen Parkplätzen. Der Wasserburger Stadtrat stellte durch die Erweiterung des Bebauungsplans die Weichen für eine großflächige Aufschüttung der Aushübe auf eigenem Gelände, wodurch hunderte Lkw-Fahrten eingespart und eine Kostenexplosion beim Klinik-Neubau verhindert werden konnte. Die Kosten für die Vorarbeiten beliefen sich auf rund 12 bis 13 Millionen Euro, wie Dr. Stefan Piehler, kaufmännischer Leiter des ISK, im Dezember 2016 erklärte. 

Durch einen im Februar 2018 notwendigen Baustopp allerdings verzögert sich der Neubau im Inn-Salzach-Klinikum um rund ein Jahr. Die komplette Fertigstellung des Klinik-Komplexes, das mehr als 900 Betten beinhalten und rund 1.500 Arbeitsplätze sichern soll, wird auf das Jahr 2025 datiert.

mb

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