Tag der offenen Tür bei Recipharm

"So kommt das Mittel in die Spritze"

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Viele Interessierte stürmten auf das Recipharm-Gelände in Wasserburg, um Informationen zum Produktionsablauf zu ergattern.
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Wasserburg – Mehr als 1000 Besucher folgten der Einladung von Recipharm und erkundeten die Pavillonstadt, die eigens für den Tag der offenen Tür aufgebaut wurde. 

Der Standort Wasserburg existiert für das Wasserburger Arzneimittelwerk schon seit vier Jahrzehnten.

Beim Tag der offenen Tür am Samstag konnten alle Interessierte Details über den Arbeitsalltag von Recipharm erhalten. Mehr als 1000 Besucher kamen während der Öffnungszeit auf das Gelände. Mit Shuttlebussen wurden die Gäste vom Badriagelände zur aufgebauten Pavillonstadt des Recipharm-Areals chauffiert.

Tag der offenen Tür bei Recipharm

Mit großem Interesse erkundigten sich die vielen Schaulustigen nach den einzelnen Arbeitsschritten. Ein erarbeiteter Film zeigte die Schritte des Auftrags bis hin zum fertigen Produkt.

Einige zeigten sich verwundert: „Ich dachte tatsächlich, hier werden Tabletten hergestellt, dass es um den Injektionsinhalt für Spritzen geht, wusste ich nicht“, berichtete ein Gast. Genau um diese Aufklärung und Information waren die Verantwortlichen von Recipharm bemüht. „Wir freuen uns, dass wir einen Einblick geben konnten in den Arbeitsalltag unseres Unternehmensstandorts in Wasserburg“, erklärt Judith Sprenz. Sie hat sich um die Organisation des Besuchertags gekümmert und zeigt sich begeistert von der Akzeptanz der Einheimischen. „Wir kamen viel mit den Leuten ins Gespräch und konnten erläutern, was hier eigentlich gemacht wird“.

Auf dem Außengelände wurden viele Pavillons und eine Bühne aufgebaut, für die kleinen Besucher gab es eine Hüpfburg, viele Kinder freuten sich über ein bunt geschminktes Gesicht und die Luftballons. In einem Bastelzelt durften sich die Kleinen kreativ zeigen, die einzelnen Stationen brachten viele Informationen transparent an die Interessierten. So wurde über die Ausgangsstoffe und die Qualitätskontrolle berichtet, ebenso über die Technik und das Lagerwesen informiert. Auch die eigentliche Produktion und das Personal durfte unter die Lupe genommen werden. „Mich hat vor allem die Wichtigkeit der Sterilität und die Lohnherstellung durch das Werk gefallen“, erzählt ein begeisterter Besucher. Ebenso sei die optische Kontrolle und Verpackung schön nachvollziehen gewesen. Ein Film zeigte die Herstellung vom Ausgangsstoff bis hin zum fertigen Injektions-Medikament, das im Gesundheitswesen schlussendlich in der Spritze landet.

Rahmenprogramm und Info in einem Paket

Auf der Bühne wurden Interviews mit dem Geschäftsführer Armin Dallüge sowie Bürgermeister Michael Kölbl und Landrat Wolfgang Berthaler geführt. Alle drei lobten den Standort Wasserburg und die Wichtigkeit der Standortsicherung. Dies stärke das Wasserburger Land, hieß es von Kölbl. Die Auftritte des Wasserburger Trachtenvereins und der Stadtkapelle sorgten für gute Unterhaltung der Gäste, die sich im eingerichteten Biergarten gern auf ein kühles Getränk niederließen. Kulinarisch war neben Ofenkartoffeln, Steaksemmeln oder Leberkäse vor allem die Bratwurst in der Semmel ein beliebtes Schmankerl. „Das mag einfach jeder, egal ob Groß oder Klein“ schwärmte ein Familienvater, der gerade fünf solcher Portionen bestellt hatte.

Die Verantwortlichen von Recipharm waren sehr angetan vom Interesse der Bürgerinnen und Bürger aus der Region, die Besucher fühlten sich gut informiert über den Arbeitsablauf und den aufgezeigten Details zur Produktion. Dass man in die direkten Abteilungen und Produktionsstätten nicht hineindurfte verstanden die Gäste durchaus: „Hier muss alles besonders sicher und steril ablaufen, da wäre es falsch, sich einzubilden, man könne sich direkt in die Produktion schmuggeln“, erzählt ein Wasserburger.

Das Wetter war ideal für die Veranstaltung. „Der Tag der offenen Tür anlässlich unseres 40-jährigen erfolgreichen Bestehens ist gut über die Bühne gegangen, wir freuen uns auf die nächsten Jahrzehnte in Wasserburg“ hieß es von Organisatorin Judith Sprenz auf Anfrage.

Quelle: rosenheim24.de

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