Schüler gestalteten ernsthafte Ausstellung

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Peter Rink verdeutlichte die tragischen Situationen des Kriegsbeginns vor 100 Jahren anhand eines Vortrags
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Wasserburg - Im Juli 2014 jährt sich die Julikrise, die zum Ausbruch des 1. Weltkriegs führte, zum 100. Mal. Heimatverein Wasserburg und Gymnasium laden deshalb zur Ausstellung ein.

Interessierte aus den umliegenden Gemeinden und der Stadt Wasserburg selbst lauschten dem Vortrag von Schulleiter und Vorsitzenden des Heimatvereins, Peter Rink. Dieser griff die Fragen auf: War der große Krieg vermeidbar und warum gedenken wir dieses Ereignisses? Mit Unterstützung des Stadtarchivs sowie des Museums haben Schülerinnen und Schüler des Luitpold-Gymnasiums die Ausstellung gestaltet. Es werden Auswirkungen des Krieges gezeigt, die die Menschen in und um Wasserburg betraf.

Das Thema war eine Herausforderung, den Besuchern werden Eindrücke gezeigt, wie der 1. Weltkrieg die Menschen aus Stadt und Land Wasserburg in Not brachte.

Mehr als 200 Gäste lauschten dem höchstinteressanten Vortrag von Peter Rink, der das Thema hinterfragte und zum Nachdenken anregte. Mit geschickten Schlagworten traf er genau den Nerv der Anwesenden, die Einführung gelang und die Gäste zeigten große Betroffenheit, als sie durch die Ausstellung an den Schautafeln vorbei gingen. „Es wird hier äußerst präzise verdeutlicht, dass dieses Jahrhundert-Ereignis tiefe Wunden gerissen hat“, erklärte eine Seniorin, die von ihrer Mutter oft erzählt bekam, wie sie als junges Mädchen den Krieg erlebte.

Ausstellung zum 1. Weltkrieg eröffnet

Viele geladene Ehrengäste waren anwesend, Peter Rink erreichte sie emotional alle. Er brachte Zitate und erläuterte die Situationen im Alltag vor 100 Jahren, damals, als eine der „Urkatastrophen“ die Menschen in große Sorge und Not brachte.

Die achten und zehnten Klassen beschäftigten sich während des Projekts zur Ausstellungsgestaltung mit dem Beginn des 1. Weltkrieges, mit der Stimmung im Wandel sowie dem Hungerwinter 1916 und 1917.

Projekttage dienten dem Sammeln von Quellen, so waren auch Besuche im Stadtarchiv wichtige Voraussetzung, um die Ausstellung zu dem zu machen, was nun besichtigt werden kann. Anschauliche Tafeln, viele Bilder und Eindrücke machen es den Besuchern leicht, sich in die schlimmen Situationen einzulesen.

Originaldokumente liefern teils Antworten zu den Fragen, ob es etwa in der Stadt ein Lazarett gegeben habe und wie hoch die Zahl der Versehrten und Gefallenen gewesen sei.

Mit Genauigkeit und viel Ehrgeiz kam die Ausstellung zustande, die nun bis 25. Juli 2014 jeweils Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 Uhr bis 13 Uhr im Gymnasium in Wasserburg zu sehen ist. 

Führungen können nach Anmeldung unter Telefonnummer: 08071-595610 erfolgen.

Quelle: rosenheim24.de

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