Schüler recherchieren

Geschichte selbst entdecken

+
Lesen von Feldpostkarten aus dem Nachlass Brunhuber

Wasserburg - Mehr als einhundert Schülerinnen und Schüler des Luitpold-Gymnasiums kamen ins Stadtarchiv, um dort nach Quellen aus der Zeit des 1. Weltkrieges zu suchen.

Die achten und zehnten Klassen hatten jeweils einen ganzen Vormittag Zeit, die Archivalien für eine im Sommer geplante Ausstellung zu sichten und auszuwählen. Doch zunächst musste geklärt werden, was man im Stadtarchiv überhaupt finden kann.

Stadtarchivar Matthias Haupt stellte die Einrichtung vor und gemeinsam mit den Schülern wurde gesammelt, welche Dokumente aus der Zeit des 1. Weltkrieges im Stadtarchiv erhalten sind: Amtliche Schriftstücke der städtischen Verwaltung, private Briefe, Postkarten und Feldpost, Fotos und Fotoalben, der Wasserburger Anzeiger, also die damalige Tageszeitung und Sammlungen des Archivs, wie beispielsweise Lebensmittelmarken, ein Postkartenalbum mit Propagandakarten oder Sterbebilder gefallener Soldaten aus der Region.

Nach unterschiedlich gesetzten Themenschwerpunkten begann dann die mühsame Arbeit der Sichtung und Auswahl des Materials durch die Schüler. Fotos mussten analysiert werden, mit Schrifttafeln bewaffnet, die alten deutschen Schriften entziffert werden und die Funde, als erster Schritt der Auswertung und Bewertung, fotografiert und katalogisiert werden.Die gesammelten Quellen werden nun an der Schule weiter inhaltlich ausgewertet und überlegt, wie alles präsentiert werden soll, so dass am 14. Juli die Ausstellung zur Geschichte des 1. Weltkrieges  in Wasserburg im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Historischen Verein in den Räumen des Gymnasiums eröffnet und gezeigt werden kann.

Pressemeldung Stadtarchiv / Regina Mittermair

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser