Gibt es den Weihnachtsfrieden bei der Vollstreckung?

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Weihnachtsfrieden auch bei offiziellen Anliegen?
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Wasserburg - Gerichtsvollzieher, Vollstreckungsmitarbeiter, Verkehrsüberwachung - wasserburg24 hat nachgefragt, ob diese Berufsgruppen trotz Weihnachtszeit aktiv sind.

Bald ist Weihnachten. Die friedliche Zeit beginnt. Die letzten Vorbereitungen zum Weihnachtsfest stehen an. Wer denkt jetzt an Altlasten?

In einigen Haushalten gibt es jedoch unerledigte Dinge rund um die Finanzen.

Eine Vollstreckung steht ins Haus.

Arbeiten Gerichtsvollzieher und Vollstreckungsbeamte von Finanzbehörden auch kurz vor den Feiertagen und zwischen den Jahren - oder existiert der Weihnachtsfrieden in diesen Berufssparten?

Beim Finanzamt Wasserburg nachgefragt, kommt hierzu eine klare Aussage: „Vom 23. Dezember bis zum 2. Januar müssen keine Besuche von unseren Vollstreckungsbeamten erwartet werden“, heißt es von einem Mitarbeiter. Hier werden klare Regeln eingehalten. Es scheint, als wäre dem Finanzamt die Weihnachtszeit heilig.

Klingelt der Gerichtsvollzieher?

Vor etlichen Jahren gab es auch bei Gericht eine einheitliche „Schonfrist“ zur Weihnachtszeit. Diese wurde jedoch abgeschafft.

Die Gerichtsvollzieher der Region halten es seitdem ganz unterschiedlich: „Zum einen warten die Gläubiger teilweise schon lange Zeit auf das ihnen zustehende Geld. Hier können wir grundsätzlich keine Rücksicht auf die Vorweihnachtszeit nehmen und müssen fristgerecht aktiv werden“, teilt uns eine Gerichtsvollzieherin mit.

„Andererseits kann jeder Gerichtsvollzieher es persönlich abwägen, ob er die geschuldeten Beträge kurz vor den Weihnachtsfeiertagen eintreibt oder bis nach Sylvester wartet“.

Das leidige Thema Parken

Bei der Verkehrsüberwachung in der Stadt Wasserburg wird kein „Auge zugedrückt“. Wer glaubt, das „Knöllchen“ würde bei nicht korrekt bezahlten Parkgebühren oder einem unerlaubten Parken ausbleiben, der täuscht.

Die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung der Stadt sind bis einschließlich 23. Dezember im Einsatz.

Lediglich am 24. Dezember und am Sylvestertag darf man auch ohne gültigen Parkschein im Stadtgebiet das Fahrzeug abstellen. Doch auch dann gelte, ausschließlich die erlaubten Parkflächen zu nutzen, heißt es von der Stadt.

Mit der Polizei kann man reden

Die Polizei drücke bei geparkten Autos, die andere Verkehrsteilnehmer behindern, grundsätzlich kein Auge zu. Ob allerdings der Strafzettelblock gezückt oder lieber das Gespräch gesucht wird, liegt bei kleineren Verstößen oft auch im Ermessen des Polizeibeamten, heißt es vom Polizeipräsidium Rosenheim. "Auch die Kollegen in Uniform sind Menschen und versuchen verstärkt, mit den Leuten zu reden. Mündliche Verwarnungen stünden rund um Weihnachten mehr auf dem Programm als Sanktionen. Die Geschwindigkeitskontrollen seien jedoch notwendig. Auch rund um die Feiertage würden Unfälle aufgrund zu schnellen Fahrens passieren und die Polizei müsse durch Radarmessungen für die Verkehrssicherheit auch zur Weihnachtszeit sorgen, so die Pressestelle weiter.

Quelle: rosenheim24.de

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