Haupt-und Finanzausschuss Wasserburg

Parkhausgebühren ab 2018: "Gut überlegtes Konzept muss her"

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Die Zeit des kostenfreien Parkens in den Parkhäusern an der Überfuhrstraße (links) und am Kellerberg ist in Wasserburg vorbei. 
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Wasserburg - Die Zeit des kostenlosen Parkens in Wasserburgs Parkhäusern scheint Geschichte. Die Stadt setzt ab 2018 Gebühren an. Im Haupt- und Finanzausschuss sind aber noch viele Fragen bezüglich der Durchsetzung offen: 

Ein gut überlegtes Konzept mit Sinn muss her - da waren sich die Räte bei der Sitzung des Haupt-und Finanzausschusses einig. 

Die Diskussion über die Einführung von Gebühren für die beiden Parkhäuser an der Überfuhrstraße und am Kellerberg wird die Stadt aber noch einige Zeit beschäftigen. Man wolle schließlich keine unüberlegten Schritte machen. Daher stand lediglich eine Vorberatung auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung. 

Folgende Aspekte sind im Konzept zur Gebührenerhebung in den Parkhäusern enthalten, das die Verwaltung entwickeln soll:

  • Parkhausgebühren wird es ab dem 1. Januar 2018 geben.
  • Es soll sich um eine maßvolle Gebühr handeln (maximal zwei Euro am Tag, langfristige Parker)
  • Verkehrsplaner Ulzhöfer soll in die Planungen eingebunden werden (Expertenrat, da Ulzhöfer bereits in ISEK involviert ist)
  • Ein schlüssiges Gesamtkonzept muss her: bisehr nicht bewirtschaftete Parkflächen müssen berücksichtigt werden (Parkplatz an der Rampe, Neustraße, Kaspar-Aiblinger-Platz)
  • Präferenz zur Schranklösung

Stimmen aus dem Gremium zur Einführung von Parkhausgebühren:

Edith Stürmlinger (Bürgerforum) ist es wichtig, dass die Stadt keinen Schnellschuss startet. "Ein gut funktionierendes Park-System, das wir im Grunde bereits haben, kann nur dann aufgegeben werden, wenn wir ein besseres in petto haben. Daher will das Ganze gut überlegt sein."

Oliver Winter (CSU) plädiert für eine Dauerparkgebühr unter Berücksichtigung von Angestellten und Beschäftigten in der Altstadt. "Eine Lösung wäre zum Beispiel, ab einer Dauer von 10 Stunden zwei Euro zu verlangen. Alle, die unter dieser Zeit parken, dürfen kostenlos die Schranke passieren."

Wolfgang Janeczka (SPD), erklärt, "als SPD-Fraktion freuen wir uns natürlich besonders, dass wir mit dem Beschluss der Erhebung von Gebühren bereits vor zwei Jahren auf dem richtigen Weg waren." Ihm sei aber auch bewusst, dass die Idee durchaus auch auf Unverständnis stoßen werde. Er hält es daher für unabdingbar, einen Expertenrat einzuholen. Es müsse sich dabei aber um kein ausführliches Gutachten handeln. 

Elisabeth Fischer (CSU): "Bevor der Umbau und die Arbeiten am Parkhaus am Kellerberg nicht abgeschlossen sind, macht die Einführung von Gebühren keinen Sinn. Wir dürfen bei dem Thema nichts überstürzen. Der 1. Januar 2018 ist ein guter Stichtag zur Umsetzung der Idee." 

Bürgermeister Michael Kölbl ist es besonders wichtig, den Parksuchverkehr im Kernbereich der Altstadt zu vermeiden. "Wir dürfen die Leute nicht in die Stadt treiben." 

Er könne sich auch Vergünstigungen für die Anwohner und Dauerparker vorstellen. "Mit Monats- oder Jahreskarten würden wir den Wasserburgern entgegenkommen", so Kölbls Meinung. 

Diese und weitere Details müssen im Laufe der kommenden Monate geprüft und diskutiert werden. Ein Überblick über die weiteren Themen der heutigen Haupt- und Finanzausschusssitzung folgt am Mittwoch.

 

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